Reserven am Limit: Klinikum Karlsruhe sucht dringend Blutspenderinnen und -spender
Blutspendemangel gefährdet Versorgung: Klinikum Karlsruhe ruft dringend zu Spenden auf

04. November 2025, 14:05 Uhr · Quelle: LifePR
Reserven am Limit: Klinikum Karlsruhe sucht dringend Blutspenderinnen und -spender
Foto: LifePR
Blutspende Kampagne
Die Blutreserven am Klinikum Karlsruhe sind kritisch niedrig. Neue Spender sind essenziell, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Karlsruhe, 04.11.2025 (lifePR) - Schwere Unfälle, komplizierte Geburten – wenn Menschen innerhalb kurzer Zeit viel Blut verlieren, müssen bei der Behandlung Blutkonserven eingesetzt werden. Medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser sind daher immer auf ausreichende Vorräte angewiesen. Genau diese sind derzeit bundesweit äußerst knapp. Auch die Blutspendezentrale am Klinikum Karlsruhe schlägt Alarm.

„Die Lage ist sehr schwierig! Unsere Reserven schwinden immer mehr“, verdeutlicht Privat-Dozent Dr. Andreas Ruf, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin, Hämostaseologie (Lehre der Blutgerinnung) und Zelltherapeutika am Städtischen Klinikum Karlsruhe, zu der die Blutspende gehört. Blutkonserven werden in vielen medizinischen Bereichen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten eingesetzt. Sie werden immer dann benötigt, wenn Menschen innerhalb kurzer Zeit viel Blut verlieren – zum Beispiel nach schweren Unfällen, bei komplizierten Geburten oder größeren Operationen. Aber auch Menschen mit Leukämie oder anderen Krebserkrankungen brauchen regelmäßig Blutpräparate. Eine künstlich hergestellte Alternative gibt es nicht, daher sind medizinische Einrichtungen auf freiwillige Blutspenderinnen und -spender angewiesen. Auch für das Klinikum Karlsruhe, ein Haus der Maximalversorgung und damit unverzichtbarer Versorgungsträger in der Region, sind ausreichende Vorräte mit Blutprodukten deshalb essentiell.

Gibt es zu wenige Blutkonserven, hat das im schlimmsten Fall Auswirkungen auf die medizinische Versorgung. „Ganz klar ist: Die Notfallversorgung ist immer gewährleistet. Ein Horrorszenario wäre zum Beispiel, dass man planbare Operationen verschieben müsste, weil nicht ausreichend Blutkonserven vorhanden sind“, erklärt Ruf. Am Klinikum Karlsruhe sei das zum Glück bislang noch nie der Fall gewesen. „Um das weiterhin zu vermeiden, brauchen wir aber dringend mehr Spenderinnen und Spender.“

Woher die derzeitige Knappheit kommt, lasse sich nicht sicher statistisch erheben. „Wir können nur mutmaßen: Aktuell beginnt wieder die Erkältungszeit. Spenden können nur Menschen, die ganz gesund sind“, so Ruf. Als zusätzliche Erklärung ist wahrscheinlich, dass sich der demographische Wandel auch beim Spenderaufkommen negativ auswirkt.

Um dem Versorgungsengpass entgegen zu wirken, hat das Team der Blutspendezentrale bereits Stammspenderinnen und -spender per E-Mail kontaktiert. „Viele unserer bisherigen Spenderinnen und Spender sind dankenswerterweise unserem Aufruf gefolgt und kommen regelmäßig – sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für alle. Das reicht aber nicht aus“, erläutert Ruf. „Blutspenden kann man nur in bestimmten Abständen. Wenn die Spenderbasis insgesamt zu klein wird, geraten die Vorräte schnell an ihre Grenzen. Um dauerhaft handlungsfähig zu bleiben, brauchen wir deshalb mehr Menschen, die regelmäßig Blut spenden.“

Erstspenderinnen und -spender dringend gesucht

Das Klinikum Karlsruhe wirbt daher insbesondere um Erstspenderinnen und -spender. „Wer regelmäßig Blut spendet, hat bei uns gleich mehrere Vorteile“, erklärt Ruf. Zum einen wird jede Blutspende im Labor untersucht – unter anderem auf Antikörper, Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C oder HIV. „Zusätzlich kontrollieren wir bei jeder fünften Blutspende Cholesterin, Blutfette, Leber- und Nierenwerte sowie die Harnsäure. Wenn die Laborwerte von der Norm abweichen, werden die Spenderinnen und Spender von uns informiert – das ist ein kleiner Gesundheitscheck.“

Für alle Spenderinnen und Spender gibt es zudem ab der zweiten Spendeeine Aufwandsentschädigung. „Der mit Abstand wichtigste Vorteil ist aber klar: Eine Blutspende rettet Leben! Man trägt also direkt dazu bei, dass die medizinische Versorgung gut funktioniert“, so Ruf.

Blut spenden können gesunde Menschen ab 18 Jahren. Der Ablauf ist unkompliziert und dauert inklusive Ruhezeit etwa eine Stunde. Jede Spende wird sorgfältig medizinisch geprüft, die Sicherheit für Spenderinnen und Spender sowie für Patienten und Patientinnen steht dabei an oberster Stelle. „Wir appellieren an alle gesunden Bürgerinnen und Bürger, einen Termin zur Blutspende zu vereinbaren. Jede einzelne Spende zählt – und trägt dazu bei Leben zu retten“, betont Ruf.

So können Sie helfen:

Alle Informationen zum Thema Blutspende finden Sie im Internet unter:https://www.klinikum-karlsruhe.de/einrichtungen/spezielle-medizinische-einrichtungen/blutspendezentrale

Termine können online gebucht werden:https://reservierung.blutspende-karlsruhe.de/

Auch Spenderinnen und Spender ohne Termin sind herzlich willkommen. Sie müssen gegebenenfalls aber mit längeren Wartezeiten rechnen. Das Team der Blutspendezentrale bittet Erstspenderinnen und -spender ohne Termin darum, sich spätestens eine halbe Stunde vor Ende der Öffnungszeiten am Empfang zu melden. Größere Gruppen, die mit mehr als fünf Personen kommen, werden gebeten, sich im Vorfeld anzumelden.

Gesundheit & Medizin / Blutspende / Klinikum Karlsruhe / Blutkonserven / Blutspender
[lifepr.de] · 04.11.2025 · 14:05 Uhr
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