Renk steigert Produktionskapazität durch Automobilindustrie-Konzept
Der Augsburger Panzergetriebehersteller Renk plant, seine Produktionskapazitäten aufgrund steigender Nachfrage erheblich auszubauen. Dabei orientiert sich das Unternehmen künftig stärker an den effizienten Produktionskonzepten der Automobilindustrie. Dies verkündete Renk bei der Einführung eines neuen modularen Fertigungskonzeptes in ihrem Stammwerk in Augsburg. Das Ziel besteht darin, die Produktion auf über 1.000 Einheiten jährlich zu steigern.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betonte bei der Veranstaltung die Bedeutung einer starken Rüstungsindustrie angesichts der jüngsten Spannungen in Osteuropa. Er erklärte, dass das Eindringen russischer Drohnen in polnisches Territorium die Verteidigungsfähigkeit der NATO herausfordere und unterstrich die strategische Notwendigkeit derartige Vorfälle nicht zu unterschätzen.
Durch den Wechsel von der traditionellen Manufaktur zur Kleinserienfertigung und die Einführung standardisierter Arbeitsplätze will Renk die Produktionszahlen signifikant steigern. Der Vorstandsvorsitzende Alexander Sagel erwartet eine Zunahme der Produktionskapazität von einigen Hundert auf über Tausend Getriebe pro Jahr.
Renk, welches Getriebe für militärische und zivile Anwendungen herstellt, plant zudem eine halbe Milliarde Euro in Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Kapazitäten zu investieren. Die Investitionen sollen dazu beitragen, eine neue Art von modularen Getrieben für Kampfpanzer unterschiedlicher Gewichtsklassen zu entwickeln, um schneller auf die Bedürfnisse der internationalen Streitkräfte reagieren zu können.
Bis 2025 peilt das Unternehmen einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro an, begleitet von einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen 210 und 235 Millionen Euro. Der beachtliche Auftragsbestand von 5,9 Milliarden Euro, etwa eine Milliarde mehr als Ende 2024, spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage nach militärischen Lösungen wider.

