Renditen im Rückwärtsgang: US-Staatsanleihen gewinnen an Boden
Die Kursentwicklung US-amerikanischer Staatsanleihen präsentierte sich am Montag von ihrer stärkeren Seite. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Anleihen, bekannt als T-Note-Future, verzeichnete einen Anstieg um 0,39 Prozent und notierte bei 111,25 Punkten. Im Gegenzug zeigte die Rendite der Papiere eine Abwärtstendenz und sank auf nunmehr 4,36 Prozent.
Ein beachtenswertes Thema bleibt der schwelende Zollkonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union. Marktexperten warnen vor einem möglichen Misserfolg der Verhandlungen zwischen den beteiligten Wirtschaftsräumen. Insbesondere die Forderungen seitens der US-Regierung, unter anderem nach einem Mindestzoll von 15 bis 20 Prozent für EU-Exporte in die USA und die Beibehaltung spezifischer Sektorzölle auf Fahrzeuge, Stahl und Aluminium, wurden von EU-Vertretern mit potenziellen Gegenmaßnahmen beantwortet, wie Analysten der Dekabank zu berichten wissen.
Trotz der Herausforderungen steigt die Hoffnung auf eine Einigung in dem Handelsstreit leicht an. Nach Einschätzung von US-Finanzminister Scott Bessent ist die EU mittlerweile engagierter in den Verhandlungen involviert als zuvor. Bessent erklärte gegenüber CNBC, dass das Engagement der EU anfänglich zögerlich, jedoch zunehmend stärker geworden sei. Er vermied jedoch konkrete Prognosen über eine mögliche Einigung bis zum 1. August.
Am Markt selbst blieben gravierende Konjunkturdaten zum Wochenbeginn aus und beeinflussten die Handelsaktivitäten damit nicht maßgeblich.

