Rekordjagd an US-Börsen: Technologiewerte beflügelt durch Entspannungssignale im Zollstreit
Positive Anzeichen im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben den Aufwärtstrend an den US-Börsen beschleunigt. Insbesondere Technologieaktien profitierten stark von der Entwicklung, was sich in den Kursgewinnen der sogenannten 'glorreichen Sieben', den sieben größten und wichtigsten US-Technologieunternehmen, widerspiegelte. Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein neues Allzeithoch, als er zum Handelsstart die Marke von 47.532 Punkten erreichte, bevor er leicht nachgab und zuletzt um 0,4 Prozent auf 47.417 Punkte stieg. Auch der breite S&P 500 und der Nasdaq 100 setzten ihren Erfolgskurs fort. Der S&P 500 legte um 0,9 Prozent auf 6.851 Punkte zu, während der Nasdaq 100 um 1,3 Prozent auf 25.688 Punkte kletterte.
Laut Li Chenggang, Vize-Sekretär im chinesischen Handelsministerium, hat man eine vorläufige Einigung erzielt, die nun auf beiden Seiten intern genehmigt werden müsse. Details blieben vorerst aus, während der US-Finanzminister Scott Bessent von konstruktiven Gesprächen in Kuala Lumpur berichtete. Diese bildeten die Grundlage für ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping am Donnerstag in Südkorea. Stratege Sandro Pannagl von der Landesbank Baden-Württemberg zeigte sich optimistisch, dass eine Eskalation im Zollstreit abgewendet wurde.
Eine Entspannung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen könne die Märkte stabilisieren und mehr Vorhersagbarkeit für die nahe Zukunft bieten. In einem Interview mit dem Sender 'CBS News' erklärte Bessent, die USA hätten ihre Drohung zurückgezogen, ab dem 1. November zusätzliche Zölle auf Importe aus China zu erheben. Dies betreffe auch ein potenzielles Exportkontrollsystem für seltene Erden, das China hätte einführen können.

