Rekordgewinne trotz Personalabbau: Commerzbank bleibt auf Erfolgskurs
Die Commerzbank hat im Jahr 2025 nahe eines historischen Rekordgewinns abgeschlossen. Trotz signifikanter Aufwendungen durch den Personalabbau, konnte Deutschlands zweitgrößte Privatbank einen Nettogewinn von 2,63 Milliarden Euro verzeichnen – lediglich ein minimaler Rückgang im Vergleich zum Spitzenwert von 2,7 Milliarden Euro aus dem Jahr 2024. Zur Freude der Aktionäre plant die Bank, sowohl die Dividende anzuheben als auch ein neues Aktienrückkaufprogramm zu starten.
Das vergangene Jahr war von intensiven Auseinandersetzungen aufgrund eines möglichen Übernahmeversuchs durch die italienische Großbank Unicredit geprägt, wodurch die Commerzbank ihre strategischen Ziele noch ambitionierter verfolgen muss. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen einen Abbau von 3.900 Vollzeitstellen, davon 3.300 in Deutschland, wofür einmalige Kosten in Höhe von 700 Millionen Euro erwartet werden.
Trotz der Übernahmegerüchte blieb es in dieser Hinsicht in den letzten Monaten ruhig. Unicredit, die mit mehr als 26 Prozent die größte Beteiligung an der Commerzbank hält, zögert aufgrund des hohen Aktienkurses mit einem Übernahmeangebot, das ab einer 30-Prozent-Beteiligung verpflichtend wäre. Die deutsche Bundesregierung, die ebenfalls mit rund 12 Prozent beteiligt ist, hat klargestellt, dass sie einer Übernahme nicht zustimmen und ihre Anteile vorerst nicht veräußern wird.

