Reisebeschwerden: Schlichtungsstelle entlastet über 18.800 Mal in der ersten Jahreshälfte
Die Schlichtungsstelle für Reise und Verkehr hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr als 18.800 Beschwerden bearbeitet, wie der aktuelle Halbjahresbericht zeigt. Diese Zahl markiert einen Rückgang von etwa 700 Fällen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2024.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 widmet sich die Schlichtungsstelle Herausforderungen im Reisesektor, sei es im Flug-, Bus-, Bahn- oder Schiffsverkehr. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stehen oft Entschädigungen wegen Verspätungen oder Ausfällen. Beeindruckende 400 Verkehrsunternehmen finanzieren die Schlichtungsstelle und beteiligen sich aktiv am Schlichtungsprozess.
Flugreisen bleiben das Hauptbetätigungsfeld der Institution, mit rund 16.000 bearbeiteten Fällen im ersten Halbjahr 2025, was einem Anstieg um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Gegensatz dazu gehen die Beschwerden im Bahnverkehr zurück; hier wurden etwa 2.700 Konflikte verzeichnet, was einen markanten Rückgang um 700 Fälle gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Der Monat Januar ragte durch die höchste Anzahl an eingehenden Anträgen heraus. Dies ist eine saisonale Erscheinung, da Reisende zu Jahresbeginn besonders häufig unterwegs sind. Üblicherweise benötigen die Beschwerden mehrere Wochen, um nach der initialen Einreichung bei den betroffenen Unternehmen bei der Schlichtungsstelle anzukommen.
Mit dem vermehrten Reiseaufkommen im Sommer rechnet die Schlichtungsstelle traditionell mit einem Anstieg der Fälle in der zweiten Jahreshälfte. Für 2025 prognostiziert sie eine insgesamt unveränderte Anzahl neuer Anfragen im Vergleich zum Vorjahr.

