Reifen-Aktien unter Druck: Gewinnwarnung von Michelin belastet Branche
Die jüngste Gewinnwarnung des französischen Reifenherstellers Michelin hat am Dienstag die Aktienkurse in der Branche erheblich ins Trudeln gebracht. Vor allem die Papiere von Continental mussten deutliche Verluste hinnehmen und gaben kurz nach Handelsbeginn um drei Prozent auf 54,98 Euro nach. Michelin selbst erlebte einen dramatischen Einbruch von fast zehn Prozent, während auch Pirelli deutliche Kursverluste zu verzeichnen hatte.
Analysten verschiedener Investmentbanken, darunter UBS und Jefferies, hoben das Ausmaß der von Michelin vorgenommenen Reduzierung der Gewinnprognose für das laufende Jahr hervor. Dies geschah trotz der bereits zuvor von den Franzosen geäußerten Bedenken hinsichtlich schwacher Absatzmärkte und potenzieller Gefahren für die Konsensschätzungen.
Jose Asumendi, Analyst bei JPMorgan, schätzt die direkten Folgen für Continental, Pirelli und Nokian nach den aktuellen Entwicklungen als begrenzt ein, da die Ursachen vor allem in schwächeren Verkäufen im US-amerikanischen Lkw- und Agrarsektor liegen. Er erwartet jedoch, dass im zweiten Halbjahr der Fokus verstärkt auf Preisentwicklung, Produktmix und der möglichen Ergebnisverbesserung bei Continental und Pirelli gerichtet sein wird, sodass eine detaillierte Analyse von Quartal zu Quartal erfolgen könnte.

