Regierungsstillstand bedroht US-Börsen: Droht ein holpriger Start in den Oktober?
Der Aufschwung an den US-Börsen könnte durch die zunehmende Gefahr eines Regierungsstillstands ins Stocken geraten. Nach einem vielversprechenden Wochenbeginn deuten die Prognosen für die Hauptindizes auf einen Start am Dienstag knapp unterhalb des Vortagsniveaus hin. Der Broker IG sieht den Dow Jones Industrial eine Stunde vor Handelsbeginn um 0,1 Prozent niedriger bei 46.316 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 wird minimal schwächer bei 24.602 Punkten erwartet.
Trotz eines erfreulichen Septembers und eines noch stärkeren dritten Quartals, in dem der Nasdaq 100 seine Rallye fortgesetzt hat, droht der Oktoberstart von einem möglichen Regierungs-Shutdown überschattet zu werden. Streitigkeiten zwischen Demokraten und Republikanern über den US-Haushalt sind der Grund für diese latente Befürchtung. Ein Stillstand der Regierungsgeschäfte scheint so wahrscheinlich wie selten zuvor.
Ein Händler erläutert, dass die Debatten meist dann aufkommen, wenn alte Haushaltsgesetze auslaufen und neue noch nicht verabschiedet sind. Er befürchtet, dass ein Regierungsstillstand in dieser Woche erheblich wahrscheinlicher und gravierender ausfallen könnte als gewöhnlich. Anleger befürchten wirtschaftliche Auswirkungen wie Entlassungen und Verzögerungen bei wichtigen Wirtschaftsdaten unter der Führung von US-Präsident Donald Trump.
Vor dem Handelsbeginn zeigen sich die bedeutendsten Tech-Giganten der USA durchwachsen. Microsoft, Tesla, Alphabet und Apple notieren leicht im Minus. Dagegen liegen Nvidia, Meta und Amazon vorbörslich leicht über dem Vortagsniveau.
Im Bereich der Nebenwerte gibt es ebenfalls Bewegung. Die Aktien von Firefly Aerospace verloren vorbörslich elf Prozent wegen einer Explosion bei einem Raketentest. Dagegen steigen die Papiere von Echostar um fast sieben Prozent. Hintergrund sind Berichte über das Interesse von Verizon am Kauf von Frequenzspektrum, nachdem ähnliche Deals bereits mit Verizon-Konkurrenten wie AT&T und SpaceX zustande kamen. Energy Fuels verzeichnet ein vorbörsliches Minus von fast sieben Prozent nach der Ankündigung der Ausgabe einer 550 Millionen US-Dollar schweren Wandelanleihe an institutionelle Investoren.

