Reformstau bei der Erbschaftssteuer: Koalitionspartner im ideologischen Clinch
Die Bundesregierung steht vor einer wegweisenden Herausforderung: Union und SPD haben zu Jahresbeginn zentrale Weichenstellungen vorgenommen, doch es droht ein ideologischer Schlagabtausch. Der politische Weg zur Einigung erscheint nicht ohne Stolpersteine, denn beide Parteien stehen vor der Aufgabe, unpopuläre Kompromisse einzugehen.
Dabei fällt der Erbschaftssteuer ein besonderer Stellenwert zu. Hinter verschlossenen Türen wird selbst in den Reihen der Union der Ruf nach einer Reform laut, die bisherige Ausnahmen für Milliardenerben auf den Prüfstand stellt. Dies wäre ein entscheidender Sieg für die SPD, die sich für mehr Steuergerechtigkeit stark macht.
Auf der anderen Seite erscheinen Steuersenkungen für Unternehmen als verlockender Ausgleichspunkt, was der Union in die Karten spielen könnte. Erst wenn diese politische Balance gefunden ist und die Wirtschaftswende erfolgreich beginnt, kann auch der Verbraucher aufatmen.
Dann könnte es durchaus möglich sein, die frohe Botschaft einer allgemeinen Steuerentlastung zu verkünden. Ob dies der große Wurf wird, bleibt abzuwarten – doch die Hoffnung auf eine harmonische Koalition stirbt bekanntlich zuletzt.

