Redcare Pharmacy vor Herausforderungen: Kritik von Kepler Cheuvreux lässt Aktien sinken
Die Aktien von Redcare Pharmacy gerieten am Mittwoch stark unter Druck, nachdem die Analysten von Kepler Cheuvreux eine kritische Einschätzung abgaben. Diese führte dazu, dass die Aktienkurse fast auf das Wochentief von 112,50 Euro zurückfielen, was einem Verlust von fast drei Prozent auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss entspricht.
Sven Sauer, Analyst bei Kepler, identifiziert erhebliche strukturelle Risiken im Bereich der Onlineapotheken, insbesondere aufgrund der bevorstehenden Einführung der GesundheitsID im April 2026. Diese soll CardLink als Hauptzugang für digitale Verschreibungen ablösen. Ein potenziell großer Teil der Redcare-Kundschaft könnte dadurch vom E-Rezept ausgeschlossen werden, was einen deutlichen Rückgang der Bestellungen zur Folge hätte. Dies könnte die Wachstumsstory von Redcare Pharmacy erheblich gefährden und die Anlegersorgen verstärken.
Sollten die Anteilsscheine den Boden unter dem bisherigen Wochentief verlieren, könnte die Unterstützungsmarke beim Jahrestief von knapp über 107 Euro getestet werden. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Aktien von DocMorris, einem Schweizer Konkurrenten, vorbörsliche Kursgewinne.
Die Baader Bank stufte die Papiere nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung aufgrund stabilisierter Finanzen und solider Wachstumsprognosen auf 'Add' herauf. Analyst Volker Bosse sieht in der verbesserten Bilanzstabilität positive Signale für das Unternehmen.

