Reaktion auf Zollpolitik: Deutsche Wirtschaftsvertreter fordern Entlastungen
Die deutsche Wirtschaft steht angesichts der Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump unter Druck und ruft nach raschen Gegenmaßnahmen. Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), stellt klar, dass dieser 'Zollhammer' die globale Handelspolitik in prähistorische Zeiten zurückversetzen könnte. Deutschland und Europa sind nun aufgefordert, schnell und entschlossen zu reagieren.
Schwannecke betont, dass die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD alle Anstrengungen auf die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands konzentrieren sollten. Er warnt davor, die wirtschaftliche Belastung durch steigende Steuern und Abgaben zu erhöhen – ein Szenario, das die deutsche Wirtschaft vermeiden muss.
Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), relativiert die Bedeutung der USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands: Weniger als zehn Prozent der deutschen Exporte gehen über den Atlantik. Er sieht Potenzial für den Ausbau der Exporte auf anderen Weltmärkten, insbesondere durch das Freihandelsabkommen mit Mercosur-Staaten und einen möglichen Handelsvertrag mit Indien.
Energiekosten senken, Bürokratie abbauen und Abgaben verringern – dies seien die „wirtschaftspolitischen Hausaufgaben“, die Brüssel ebenso wie die künftige Bundesregierung angehen müsse, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

