Rasen säen, aber richtig

Der Spätsommer oder der frühe Herbst ist die ideale Zeit, um kahle Stellen im Rasen neu zu säen. Die Spuren des Sommers werden so entfernt, die Liegestühle, Sonnenschirme, Planschbecken und auch spielende Kinder im Rasen hinterlassen haben. So unschön diese Spuren auch sein mögen, so sind sie aber auch ein gutes Zeichen – denn schließlich wurde der Garten genutzt. Dafür ist er schließlich da. Doch niemand muss den gesamten Rasen neu verlegen, um die kahlen Stellen zu beseitigen. Es reicht aus, sie mit Rasensamen zu säen.
Der frühe Herbst ist, genau wie das späte Frühjahr, der ideal Zeitpunkt, um die unschönen Lücken durch Nachsäen zu schließen. Eines sollte aber auf jeden Fall vermieden werden: die kahlen Stellen kahl zu lassen. Denn dann siedeln sich hier Pflanzen an, die man auf seinem Rasen nicht haben will, wie etwa Löwenzahn, Klee und anderes Unkraut. Sie sehen erstens unschön aus und sind zweitens sind sie auch nur schwer zu vertreiben.
So sät man Rasensamen richtig
Anschließend muss das entsprechende Stück geebnet werden, da sich ansonsten Regenwasser in den Mulden sammelt.
Im dritten Schritt müssen die Rasensamen gesät werden. Am besten eignet sich hier ein warmes, aber nicht zu heißes Wetter. Wenn es in den nächsten Tagen regnen sollte, umso besser. Ansonsten empfiehlt sich ein umfangreiches Wässern. Wie viele Samen gesät werden müssen, hängt von der jeweiligen Sorte ab und findet sich auf der Beschreibung der Packung.
Im letzten Schritt müssen die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die Erde eingearbeitet werden, am besten mit einem Holzrechen.
Pflege nach der Aussaat
Doch damit ist es nicht getan. Damit die Rasensamen sprießen und gedeihen, müssen sie bis zu dreimal täglich für ungefähr zehn Minuten gewässert werden. Am besten gelingt dies mit einem Rasensprenger, da der Boden nicht unter Wasser gesetzt werden soll und die Samen nicht verteilt. Die betreffende Stelle darf etwa acht Wochen nicht betreten werden.
Die ersten Ergebnisse sieht man schon nach drei Wochen, wenn der Rasen zu sprießen anfängt. Da der junge Rasen sich in der Wachstumsphase befindet und sehr empfindlich ist, muss er weiterhin bewässert werden.
Erreicht der Rasen die Länge von 8 cm, kann er das erste Mal gemäht werden. Nun ist es auch an der Zeit, organischen Dünger auszubringen. Nach zwei Monaten kann der Rasen dann endlich wieder betreten und genutzt werden.
Um im Sommer etwas von ihm zu haben, empfiehlt es sich, im Spätsommer oder im frühen Herbst die Samen auszusäen. Denn wer im April anfängt, kann den Rasen erst im Juni nutzen, wenn der Sommer einige Wochen alt ist.
Augen auf beim Rasensamen-Kauf
Wer Rasensamen kaufen will, sollte allerdings nicht beim Preis sparen. Denn billige Samen sind leider im doppelten Sinne des Wortes billig. Der Anteil an nicht keimfähigen Samen ist sehr hoch, so dass man öfter nachsäen muss. Die Preisersparnis erübrigt sich dadurch. Bei hochwertigeren Samenmischungen dauert es zwar oft ein paar Tage länger, bis die Samen keimen, dafür sind sie aber dichter und bieten Unkraut weniger Platz. Aber auch hier gilt: Rasensamen sollten nicht zu lange gelagert werden, da sie dann schlechter keimen.

