Rasante Fortschritte beim Kavernenwasserspeicher Forbach: Ein Meilenstein für die Energiewende
EnBW setzt mit dem unterirdischen Wasserspeicher des Pumpspeicherkraftwerks Forbach im Landkreis Rastatt neue Maßstäbe in der Energiewirtschaft. Geplant ist die Inbetriebnahme der wegweisenden Anlage im Herbst 2027, die eine Verdopplung des bisherigen Speichervolumens auf beeindruckende 400.000 Kubikmeter ermöglicht. Ein innovatives Tunnelsystem im Berg, bekannt als Kavernenwasserspeicher, dient hierbei als zentrales Element.
Die Funktionsweise von Pumpspeicherkraftwerken ist ebenso raffiniert wie bedeutend. Wasser aus einem Oberbecken wird über große Höhenunterschiede in ein Unterbecken geleitet, dabei eine Turbine passierend, welche einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Überschüssige Energie im Netz, etwa durch starke Winde oder hohe Solarstromeinspeisungen, wird genutzt, um Wasser zurück in das obere Speicherbecken zu pumpen. Somit sind Pumpspeicherkraftwerke ein unverzichtbarer Bestandteil der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien.
Von den rund 280 Millionen Euro Investitionskosten entfällt ein beträchtlicher Teil auf das sechs Kilometer lange Tunnelsystem, bei dem nun 98 Prozent der Sprengarbeiten abgeschlossen sind. Innerhalb von 18 Monaten wurde der Berg durchlöchert, sodass die unterirdischen Hohlräume bis Weihnachten fertig sein sollen. Im Anschluss wird das Kraftwerksgebäude, ebenfalls im Berg gelegen, entstehen, um den Betrieb der Turbinen für bis zu acht Stunden am Stück zu ermöglichen. Im Vergleich: Die neue Speicherungskapazität von 456 Megawattstunden pro Zyklus entspricht der Leistung von rund 50.000 haushaltsüblichen Batteriespeichern und markiert damit einen bedeutenden Schritt in eine nachhaltigere Energiezukunft.

