Rainer Dulger und Clemens Fuest fordern Stopp der Mütterrente
Angesichts der herausfordernden Wirtschaftslage ruft Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger die Regierung zur Besonnenheit auf. Im Fokus seiner Kritik steht die geplante Ausweitung der Mütterrente, die er für einen Fehler hält. Laut Dulger müsse der Staat Steuergelder verwenden, um die Mütterrente zu finanzieren – Mittel, die dann für dringend benötigte Investitionen fehlen würden. Er appeliert eindringlich an die Regierung, die Rentenpolitik stärker auf die jüngeren Generationen auszurichten.
Unterstützt wird Dulger von Ifo-Chef Clemens Fuest, der ebenfalls zu einem Innehalten in der Rentenpolitik mahnt. Die derzeitigen Wirtschaftsdaten ließen keinen Raum für eine Anhebung der Mütterrente, so Fuest. Vielmehr sollte sich die Regierung stattdessen darauf konzentrieren, die Rentenbeiträge stabil zu halten, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern.
Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hält bisher unbeirrt an der Mütterrente fest. In einer jüngsten Ansprache betonte Söder die Notwendigkeit, Frauen für Lebensleistungen gerecht zu entlohnen. Selbst innerparteiliche Bedenken, etwa von der Jungen Union, konnten seine Haltung bislang nicht erschüttern. Die Kritik wird jedoch lauter, während die geplante Reform vorsieht, die Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder anzugleichen und damit ab Januar 2027 höhere Renten zu gewähren.

