Radfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr: Hände weg vom Handy
TÜV Rheinland: Smartphones und Kopfhörer in der Tasche lassen / Langeweile oder Gewohnheit: Schüler oft mit Smartphone beschäftigt / Fehlende Aufmerksamkeit im Straßenverkehr

(pressebox) Köln, 14.08.2015 - Langeweile oder Gewohnheit, schlechte Vorbilder oder Neugierde: Immer mehr Jugendliche sind im Straßenverkehr unterwegs und vertreiben sich die Zeit mit dem Smartphone oder beim Musikhören. "Erwachsene gehen mit schlechtem Beispiel voran. Auch sie sind oft unterwegs und lassen sich vom Handy ablenken. Das gilt nicht nur am Autosteuer", sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland.

Risiken werden leicht unterschätzt: Nach Angaben des Deutschem Verkehrssicherheitsrats (DVR) nehmen Menschen rund 90 Prozent der Informationen aus ihrer Umwelt über die Augen auf. Das heißt: Konzentrieren sich Jugendliche beispielsweise auf dem Schulweg auf ihr Smartphone, stehen nur noch 10 Prozent ihrer Aufnahmefähigkeit zur Verfügung. Sie sind fast komplett vom Geschehen auf der Straße abgelenkt. Sander: "Hören die Fußgänger oder Radfahrer dabei noch Musik über Kopfhörer, bekommen sie vom Straßenverkehr praktisch nichts mehr mit."

Routine führt zu Selbstüberschätzung

In Deutschland wird nicht erfasst, wie viele Unfälle direkt durch Ablenkung geschehen. Der DVR verweist jedoch auf Schweizer Fachleute, die davon ausgehen, dass jeder vierte Unfall durch Ablenkung verursacht wird. Da der Schulweg für viele Kinder und Jugendliche zur täglichen Routine gehört, glauben sie, diesen blind gehen zu können. "Selbstüberschätzung spielt dabei eine große Rolle", erklärt Hans-Ulrich Sander von TÜV Rheinland. Ideal wäre für ihn deshalb eine App, die das komplette Handy oder mindestens die Datenverbindung ausschaltet, sobald sich der Schüler mit dem Smartphone in Bewegung setzt.

Doch auch wenn kein Unfall passiert, kann die Handynutzung unangenehme Folgen haben: Wer mit dem Smartphone in der Hand beim Radfahren erwischt wird, muss 25 Euro vom Taschengeld abgeben. Zwar gibt es für Fußgänger keine Strafen, aber die Straßenverkehrsordnung besagt aus gutem Grund: "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht." Durch Handynutzung oder Musikhören ist diese Aufmerksamkeit nicht mehr gegeben. Deshalb empfiehlt Sander: "Hände weg vom Handy. Smartphones und Kopfhörer in der Tasche lassen." Das gilt nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern eben auch für Erwachsene.
Fahrzeugbau / Automotive
[pressebox.de] · 14.08.2015 · 10:00 Uhr
[1 Kommentar]
 
Klingbeil: Ukraine-Unterstützung könnte "noch zehn Jahre" dauern
Berlin - SPD-Chef Lars Klingbeil hat Deutschland auf eine lange finanzielle und militärische […] (01)
Kooparation bei der Entwicklung von Blight: Survival bekanntgeben
Haenir Studio und Behaviour Interactive geben ihre offizielle Partnerschaft bekannt, um […] (00)
Debatte über Extremismus in Deutschland
Demonstranten fordern die Einführung des Kalifats während einer umstrittenen Versammlung in der […] (00)
Basketballerinnen von Alba Berlin erstmals deutscher Meister
Berlin (dpa) - Die Basketballerinnen von Alba Berlin haben erstmals in ihrer Vereinsgeschichte […] (00)
Nächste Großveranstaltung – Nächste RTL-Clipshow
Am 11. Mai, wenn in Malmö der Eurovision Song Contest ausgetragen wird, sendet RTL als Konkurrenz-Angebot […] (00)
Julia Fox räumt Selbstzweifel ein
(BANG) - Julia Fox hatte schon immer mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Die Schauspielerin hat in […] (00)
 
 
Suchbegriff

Diese Woche
01.05.2024(Heute)
30.04.2024(Gestern)
29.04.2024(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News