Qantas Opfer eines Cyberangriffs: Daten von Millionen betroffen
Der australische Luftfahrtkonzern Qantas sieht sich mit einer ernsten Cyberbedrohung konfrontiert, nachdem Hacker sich Zugang zu einer Vielzahl von Kundendaten verschaffen konnten. Betroffen sind bis zu sechs Millionen Datensätze, die unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und Vielfliegernummern umfassen.
Die Schwachstelle schien bei einem Drittanbieter zu liegen, wodurch die Fluggesellschaft selbst nicht in direkter Weise die Verursacherin des Problems ist. Interessanterweise bleiben hochsensible Informationen wie Kreditkarten- oder Passdaten unversehrt, was durchaus als kleines Trostpflaster angesehen werden könnte.
Ein erstmaliges Bemerkbarwerden dieser unautorisierten Zugriffe erfolgte zu Wochenbeginn auf einer speziellen Plattform, die den Qantas-Callcenter-Support unterstützt. Mittlerweile ist die Lage stabilisiert und die Angriffssituation erfolgreich unter Kontrolle gebracht worden. Der operative Flugbetrieb sowie die Passagiersicherheit seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, versichert das Unternehmen in einer Stellungnahme.
Qantas' Geschäftsführerin Vanessa Hudson unterstrich die ernste Haltung der Fluglinie gegenüber diesem Vorfall. Sie betonte die Entschuldigung bei den Kunden und die intensive Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen sowie unabhängigen Cybersicherheitsspezialisten. Zudem hat Qantas eine Helpline für betroffene Kunden eingerichtet, um Informationen und Unterstützung bereitzustellen.
Der Vorfall ist eine weitere Herausforderung nach einer vorherigen Sicherheitslücke in der mobilen Anwendung der Airline im letzten Jahr, bei der Daten von Reisenden preisgegeben wurden.

