Putins Kritik an Trumps Zollpolitik: Ein diplomatischer Seitenhieb mit globalen Implikationen
Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte auf dem Wirtschaftsforum in Wladiwostok starke Kritik an der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, ohne ihn jedoch ausdrücklich beim Namen zu nennen. Putin betonte die schädlichen Auswirkungen protektionistischer Maßnahmen auf die Weltwirtschaft. Solche Strategien führten laut ihm zu regionalem und nationalem Separatismus und brächten keinen Vorteil für jene, die diese verfolgen. Russland hingegen wolle seine Handels- und Wirtschaftspolitik weiterhin offen für internationale Partner gestalten.
In Anlehnung an die aktuelle geopolitische Lage signalisierte Putin seine Bereitschaft zur Wiederaufnahme westlicher Geschäfte in Russland. Er zeigte Verständnis dafür, dass viele Unternehmen auf eine Beendigung des Krieges in der Ukraine und auf das Ende der Sanktionen hofften, um zurückkehren zu können.
In den letzten Monaten hatte sich Trump dafür entschieden, Zölle unterschiedlicher Höhe auf ausländische Waren zu erheben, um, wie er erklärt, gegen die Handelsungleichgewichte zu kämpfen. Produkte aus der EU sind nun mit einem Tarif von 15 Prozent belastet, während Zölle für Länder wie China sogar noch höher angesetzt sind. In einem weiteren Zug belegte Trump India zusätzlich zum bisherigen Zollsatz mit einem weiteren 25-prozentigen Aufschlag, da Indien weiterhin Öl aus Russland bezieht. Obwohl Russland nicht direkt von diesen Zöllen betroffen ist, ist der bilaterale Handel auf etwa drei Milliarden Dollar zurückgegangen. Darüber hinaus kritisiert Russland wie auch die westlichen Sanktionen als protektionistische Maßnahmen.

