Puma und Adidas: Marktanalysen und Zukunftsperspektiven
Puma: Gewinnmitnahmen nach Abstufung
Die jüngste Erholung der Puma-Aktien scheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Nach einem starken Kursanstieg gab die Bank of America (BofA) am Donnerstag eine Abstufung heraus, die als Anreiz für Gewinnmitnahmen diente. Analyst Thierry Cota begründete sein neues Votum "Underperform" mit der Einschätzung, dass der Markt bereits zu viel Optimismus eingepreist habe.
Adidas: Positive Entwicklung trotz Herausforderungen
Im Gegensatz dazu zeigt sich Cota optimistischer gegenüber Adidas. Die Aktien des Unternehmens konnten am Donnerstag um ein Prozent zulegen und knüpfen damit an ihre jüngste Erholung an. Trotz des Anstiegs bleiben die Papiere jedoch unter dem Vortagshoch von 169 Euro sowie unter dem Jahreshoch von 171,30 Euro, das Anfang Januar erreicht wurde. Cota hat seine Bewertung für Adidas von "Underperform" auf "Neutral" angehoben, was auf ein gewisses Aufholpotenzial hinweist.
Fußball-Weltmeisterschaft als Katalysator
Beide Unternehmen profitierten in den letzten Monaten von der Vorfreude auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft. Insbesondere Puma konnte seit Jahresbeginn einen Anstieg von einem Drittel verzeichnen, was auf die Hoffnung zurückzuführen ist, dass umfassende Restrukturierungsmaßnahmen die Unternehmenslage in einem herausfordernden Verbraucherumfeld verbessern werden. Am Vortag erreichten die Aktien von Puma erstmals seit über einem Jahr wieder die 30-Euro-Marke.
Anta Sports und strategische Überlegungen
Ein weiterer Faktor, der Fantasie in die Puma-Aktie brachte, war der Einstieg des chinesischen Konzerns Anta Sports, der einen 29-prozentigen Anteil von der französischen Milliardärsfamilie Pinault übernommen hat. Analyst Cota äußerte jedoch, dass er nicht mit einer vollständigen Übernahme durch den neuen Großaktionär rechne, was die strategischen Überlegungen umso spannender macht.
Ausblick auf die Branche
Obwohl die Adidas-Aktien zuletzt an Wert gewonnen haben, liegen sie im Jahr 2026 noch im Minus. Cota sieht jedoch für das DAX-Mitglied weiteres Aufholpotenzial, da er nun von einem langsamer verlaufenden Wachstumsrückgang ausgeht. Das träge Branchenwachstum wird mittlerweile am Markt als gegeben akzeptiert. In diesem Kontext bleibt abzuwarten, wie sich die Unternehmen in einem sich verändernden Marktumfeld behaupten werden.

