HARTING setzt auf Wasserstoff-Technologie

28. Mai 2026, 14:51 Uhr · Quelle: Pressebox
HARTING setzt auf Wasserstoff-Technologie
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Ein weiterer Baustein für die klimaneutrale Produktion: Die Reverion-Anlage macht erneuerbare Energie bei HARTING flexibler nutzbar.
HARTING betreibt in Espelkamp eine reversible Brennstoffzellenanlage von Reverion zur effizienten Nutzung von Biogas und Wasserstoff.

Espelkamp/Eresing, 28.05.2026 (PresseBox) - Die HARTING Technologiegruppe hat eine neue Brennstoffzellenanlage in Espelkamp in Betrieb genommen. Die Pilotanlage des bayerischen Herstellers Reverion ergänzt die bestehenden Biogas- und Photovoltaikanlagen. Zunächst wird die Anlage das lokal produzierte Biogas direkt in Strom umwandeln und so die Energieversorgung des Standorts Espelkamp noch effizienter und klimaneutraler machen.

„Die Anlage ergänzt unser Energiemanagement perfekt“, so Philip Harting, CEO der HARTING Technologiegruppe. „Sie ist nicht nur ein weiterer Baustein der klimaneutralen Produktion. Sie ermöglicht uns auch die nachhaltige und widerstandsfähige Energieversorgung bei Engpässen oder bei Verbrauchsspitzen.“

Künftig soll die Brennstoffzellenanlage die erzeugte regenerative Energie auch in Form von grünem Wasserstoff zwischenspeichern und ihn bedarfsgerecht wieder in nutzbare Energie umwandeln. Der besondere Vorteil der Reverion‑Technologie liegt im außergewöhnlich hohen Wirkungsgrad über den gesamten Energiekreislauf. Während viele konventionelle Lösungen mit getrenntem Elektrolyseur, Gasspeicher und Rückverstromung nur 40 bis 50 Prozent der eingesetzten Energie zurückgewinnen, erreicht Reverion bei der Rückverstromung von Wasserstoff einen deutlich höheren elektrischen Wirkungsgrad. Der sogenannte Round‑Trip‑Wirkungsgrad – also der Weg von Strom zu Wasserstoff und zurück zu Strom – liegt bei bis zu 75 Prozent. Ein zusätzlicher Clou: Energie, die nicht in Strom umgewandelt wird, kann als Prozesswärme in der Biogasanlage genutzt werden, um die Vergärung aufrecht zu halten.

Möglich wird dies durch die reversible Hochtemperatur‑Technologie, den Verzicht auf Verbrennung sowie die Integration aller Umwandlungsschritte in einer einzigen Anlage, wodurch Energieverluste deutlich reduziert werden.

Sven Oßenbrink, Vice President Corporate-Real-Estate-Management & Facility Management bei HARTING, unterstreicht: „Die Reverion‑Anlage ist ideal in unsere bestehende Infrastruktur eingebunden und lässt sich über definierte Schnittstellen in das Energie‑ und Lastmanagement integrieren. Gerade diese Transparenz und Steuerbarkeit – von der Stromaufnahme bis zur Rückspeisung – ist für den sicheren Betrieb und die Weiterentwicklung unseres Energiesystems von zentraler Bedeutung.“

In der aktuellen Ausbaustufe testet HARTING unterschiedliche Systemkonfigurationen, um die geeignete Speichergröße und Anwendung für eine spätere Skalierung zu definieren. Technisch ist die Anlage auf eine Stromaufnahme von bis zu 250 Kilowatt im Elektrolysebetrieb sowie eine Rückverstromung von bis zu 100 Kilowatt im Brennstoffzellenbetrieb ausgelegt. Aktuell deckt sie rund 3 Prozent des Energiebedarfs am Standort Espelkamp ab und ergänzt damit die bestehende Energieinfrastruktur. Der erzeugte Strom wird in der Produktion und der Verwaltung der Werke 2, 3a, 3b und 7 eingesetzt.

Bei der Absicherung von Engpässen oder Lastspitzen spielt die Anlage derzeit noch eine untergeordnete Rolle. Perspektivisch eröffnet die Technologie jedoch – insbesondere bei einer Hochskalierung – neue Möglichkeiten für ein flexibles und ausfallsicheres Lastmanagement.

HARTING Technologie im Einsatz

In der Reverion-Anlage kommen HARTING Steckverbinder aus dem Han® Portfolio zum Einsatz – konkret Han® HPR‑Gehäuse sowie Han-Modular® Einsätze. Sie ermöglichen leistungsstarke, robuste und zugleich flexible Schnittstellen für Signale, Daten und Leistung an der Anlage. Dank des modularen Aufbaus lassen sich unterschiedliche Übertragungsmedien in einem Steckverbinder kombinieren und sicher integrieren. So wird das Zusammenspiel aller Systeme zuverlässig sichergestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass HARTING von unserer Technologie überzeugt ist und sie im eigenen Energiesystem einsetzt“, sagt Maximilian Schmitt, Head of Sales & Marketing bei Reverion. „Das Projekt in Espelkamp zeigt, dass unsere reversible Technologie nicht nur hohe Wirkungsgrade erreicht, sondern auch praxisnah und zuverlässig in bestehende industrielle Infrastrukturen integrierbar ist. Die Zusammenarbeit mit HARTING ist für uns ein starkes Referenzprojekt und ein wichtiger Impuls für die weitere Skalierung unserer Technologie.“

Über Reverion:

Reverion ist ein Entwickler und Hersteller brennstoffzellenbasierter reversibler Kraftwerke.  Das Unternehmen mit Sitz in Eresing bei München beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Reverion-Kraftwerke erzielen bei der Verstromung von Biogas oder Erdgas einen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent und ermöglichen die Abscheidung von reinem CO₂. Dank ihres reversiblen Betriebsmodus können die Systeme im Elektrolysebetrieb zudem grüne Gase wie Wasserstoff oder synthetisches Methan erzeugen. Reverion liefert damit ein entscheidendes Puzzlestück für die Energiewende und ermöglicht effiziente, flexible und zukunftsfähige Sektorenkopplung.

Energie- / Umwelttechnik / Brennstoffzellen / Wasserstofftechnologie / Biogasanlage / Reverion / HARTING Technologiegruppe
[pressebox.de] · 28.05.2026 · 14:51 Uhr
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