Puma startet schwach ins Jahr, blickt aber verhalten optimistisch nach vorne
Puma, der renommierte Sportartikelhersteller, verzeichnete zum Jahresauftakt eine schwache wirtschaftliche Entwicklung. Der Rückgang im Großhandelssegment, speziell in den Märkten der USA und China, zeigt den Einfluss globaler wirtschaftlicher Spannungen und wechselnder Wechselkurse. Überraschenderweise fiel der Rückgang jedoch weniger gravierend aus als ursprünglich befürchtet. Finanzvorstand Markus Neubrand verspricht sich im kommenden Quartal vorsichtige Fortschritte.
Der Umsatz erzielte im ersten Quartal mit einem Rückgang von 1,3 Prozent annähernd 2,1 Milliarden Euro, währungsbereinigt zeigte sich jedoch ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Dies weist auf eine Schutzwirkung gegen den erwarteten Rücklauf hin. Tragischerweise fiel das bereinigte operative Ergebnis auf 75,7 Millionen Euro, rund die Hälfte des Vorjahreswerts. Trotz dieser Herausforderungen überraschte Puma die Märkte mit einem leichten Überschuss von 0,5 Millionen Euro im Vergleich zu 87,3 Millionen Euro im Vorjahr.
An der Börse reagierte die Adidas-Konkurrentin jedoch positiv: Die Aktie legte um über vier Prozent im MDax zu, obwohl sie im laufenden Jahr rund 45 Prozent ihres Wertes eingebüßt hat. Analyst James Grzinic von Jefferies meint, dass das Unternehmen bisher besser abgeschnitten habe als erwartet, und die Bestätigung der Jahresprognosen könnte einige Marktteilnehmer erstaunen.
Für das Jahr 2025 strebt Puma ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an, jedoch belasten Währungsprobleme durch einen schwachen US-Dollar. Die geplanten Ebit-Ziele liegen bei 520 bis 600 Millionen Euro, unter Berücksichtigung eines stärkeren Gegenwinds durch mögliche US-Zölle. Veränderungen in der Produktionsstrategie, wie die Reduzierung der Abhängigkeit von China, sowie geplante Preiserhöhungen werden hierbei ebenfalls thematisiert.
Puma hat zur Optimierung ein Restrukturierungsprogramm ins Leben gerufen. Im Jahr 2023 sollen bis zu 75 Millionen Euro für Effizienzsteigerungen ausgegeben werden. Hierzu zählt auch die Schließung von 30 unrentablen Einzelhandelsgeschäften. Geplante Maßnahmen sollen einen zusätzlichen Ebit von 100 Millionen Euro bewirken, mit einem globalen Stellenabbau von 500 Positionen bis Mitte 2025.
Die Resultate für das zweite Quartal könnten ein Ansteigen des bereinigten Ebit zeigen, jedoch voraussichtlich unter den Vorjahresergebnissen bleiben. Für den Umsatz wird ein geringfügiger währungsbereinigter Anstieg prognostiziert. Nach der Trennung von Arne Freundt im April erwartet Puma mit Arthur Hoeld im Juli einen Hoffnungsträger für die zukünftige Unternehmensführung.

