Procter & Gamble vor Herausforderungen: Schwaches Wachstum belastet Konsumgüterriese
Procter & Gamble, der US-amerikanische Gigant der Konsumgüterbranche, sieht sich im zweiten Geschäftsquartal mit einem geringen Wachstum konfrontiert, bedingt durch eine schwindende Nachfrage. Während es in den Sparten Kosmetik und Health Care ein leichtes organisches Wachstum gab, zeigte sich bei der Nachfrage nach Babyprodukten, Damenhygiene und Haushaltswaren eine deutliche Schwäche. Diese Entwicklung spiegelt sich im vorbörslichen US-Handel wider, wo die Aktie des Unternehmens nachgab.
In den drei Monaten bis Ende Dezember verzeichnete Procter & Gamble einen Umsatzanstieg um ein Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar, was etwa 19 Milliarden Euro entspricht. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte stagnierte jedoch das organische Wachstum, entgegen den Erwartungen der Analysten, die mit einem kleinen Plus gerechnet hatten. Letztlich sank der Quartalsgewinn des Unternehmens auf 4,3 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie blieb stabil bei 1,88 Dollar, übertraf jedoch leicht die Prognosen der Experten.
Finanzchef Andre Schulten zeigt sich dennoch optimistisch und erwartet eine Umsatzbelebung in den kommenden sechs Monaten. Er führt die Herausforderungen des Vorquartals auf komplexe Vergleichswerte zurück, da die Konsumenten im Vorjahr aufgrund eines Hafenstreiks Vorräte lebenswichtiger Produkte angelegt hatten. Zusätzlich belastete der Teil-Shutdown der US-Regierung sowie die temporäre Einstellung der Nahrungsmittelhilfe die Unternehmenszahlen.
Ungeachtet der derzeitigen Herausforderungen hält Procter & Gamble an seiner Umsatzprognose für das bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr 2025/26 fest, und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

