Procter & Gamble unter Druck: Herausforderungen und Umbaumaßnahmen
Der Konsumgüterriese Procter & Gamble sieht sich im Geschäftsjahr 2025/26 mit erheblichen finanziellen Belastungen konfrontiert. Ausschlaggebend hierfür ist die US-Zollpolitik, die nach Unternehmensangaben zu Kosten von etwa 800 Millionen US-Dollar nach Steuern führen dürfte. Darüber hinaus kämpfen die Verantwortlichen mit steigenden Rohstoffpreisen und erhöhten Zinskosten. Insgesamt sollen die Belastungen den bereinigten Gewinn je Aktie um 39 Cent schmälern.
Trotz dieser Herausforderungen prognostiziert Procter & Gamble für das laufende Geschäftsjahr ein stagnierendes bis leicht steigendes bereinigtes Ergebnis je Aktie von 6,83 bis 7,09 Dollar. Analysten hatten bisher mit einem etwas optimistischeren Mittelwert von 6,99 Dollar je Aktie gerechnet. Beim Umsatz bleibt der Konsumgüterkonzern zurückhaltend und geht von einem organischen Wachstum von bis zu vier Prozent aus, während Marktexperten ein Mittel von 2,55 Prozent prognostizieren.
Im vergangenen Jahr bereits stagnierte der Umsatz, wenngleich es einen organischen Zuwachs von zwei Prozent gab. Das vierte Quartal überraschte mit einem leichten Plus, was den Analystenschätzungen widersprach. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende sieben Prozent auf fast 16 Milliarden Dollar. Dennoch führte Procter & Gamble im Juni ein umfassendes Restrukturierungsprogramm ein, das unter anderem den Abbau von 7.000 Stellen vorsieht, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.
Ein Wechsel an der Unternehmensspitze steht bevor: Ab Januar soll Shailesh Jejurikar die Position des CEO von Jon Moeller übernehmen, der dann den Vorsitz im Verwaltungsrat antreten wird. Solche strategischen Weichenstellungen und personellen Veränderungen sind Bestandteil der Bemühungen, den Konzern aus einer Wachstumsstagnation zu führen.

