Potentielle Kandidaten für den EuroStoxx 50: Deutsche Hoffnungsträger und Abstiegskandidaten im Fokus
Spannung liegt in der Luft, denn die renommierte US-Bank JPMorgan hat bereits einen Blick auf die alljährliche, reguläre Index-Überprüfung des EuroStoxx 50 geworfen, die im September erwartet wird. Besonders im Rampenlicht stehen dabei drei deutsche Unternehmen, die sich berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg in den Eurozonen-Leitindex machen können. Mit Rheinmetall, der Deutschen Bank sowie dem Energietechnikkonzern Siemens Energy wären gleich mehrere deutsche Schwergewichte bereit, die Reise in die höchste europäische Aktienliga anzutreten.
Analyst Pankaj Gupta weist in einer aktuellen Studie jedoch darauf hin, dass insbesondere für Rheinmetall im Juni die anspruchsvolleren Kriterien der außerordentlichen Überprüfung noch nicht erfüllt wären. Vor allem der Aktienkurs des Rüstungskonzerns könnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend gefestigt sein, um den Sprung in den bedeutenden Index zu schaffen.
Während sich potenzielle Neueinsteiger in Position bringen, droht anderen der Absturz. Neben dem französischen Luxusgüterhersteller Kering und dem Spirituosenhersteller Pernod Ricard könnte auch der deutsche Automobil-Riese VW zum Kreis der möglichen Abstiegskandidaten zählen. Diese Veränderungen im EuroStoxx 50 bedeuten in erster Linie für Fonds, die Indizes nachbilden, Handlungsbedarf, denn sie müssen ihre Bestände entsprechend anpassen, was kurzfristige Auswirkungen auf die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen haben kann.
Die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx wird die möglichen Änderungen offiziell zum Handelsschluss am 1. September bekanntgeben. Die Umstellungen treten dann ab dem 22. September in Kraft und könnten das Parkett ordentlich in Bewegung setzen.

