Politisches Tauziehen um dänischen Premierbesuch: Grönlands Regierung uneins
In der aufkeimenden politischen Landschaft Grönlands entbrennt eine Debatte über den anstehenden Besuch der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Die frisch wiederernannte Außenbeauftragte Vivian Motzfeldt hat öffentlich Zweifel an der Zweckmäßigkeit des Besuchs geäußert und betont, dass es wenig angebracht sei, Frederiksen vor der offiziellen Amtseinführung der neuen Regierung willkommen zu heißen. Ihre Bedenken wurden gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau formuliert.
Doch Jens-Frederik Nielsen, der baldige Regierungschef, hat sich auf Facebook mit klarer Vorfreude auf den Besuch geäußert. Er stellte zudem klar, dass die kritischen Aussagen Motzfeldts nicht die Haltung seiner zukünftigen Regierung widerspiegeln.
Der politische Wandel in Grönland findet inmitten wachsender internationaler Aufmerksamkeit statt, die nicht zuletzt durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ausgelöst wurde. Mit seinen Äußerungen über die Kontrolle der autonomen Region lenkte Trump das globale Interesse auf die bedeutende Insel.
Erst kürzlich besuchte US-Vizepräsident J.D. Vance einen abgelegenen Militärstützpunkt im Norden Grönlands, um Kritik an Dänemark zu üben. Parallel zur erwarteten Parlamentsabstimmung in der Hauptstadt Nuuk, welche die neue grönländische Koalition offiziell bestätigen wird, plant Frederiksen ihren Besuch, um über die bilaterale Zusammenarbeit zu diskutieren. Die Vertiefung dieser Beziehungen steht ganz oben auf der politischen Agenda.

