Politisches Beben in London: Starmers drittes Personalbeben binnen kurzer Zeit
In der britischen politischen Landschaft sorgt Premierminister Keir Starmer für Schlagzeilen, nachdem der dritte hochrangige Mitarbeiter binnen kürzester Zeit die Bühne verlässt. Der Rücktritt von Kabinettsekretär Chris Wormald, der in einem als "in gegenseitigem Einvernehmen" beschriebenen Schritt vonstatten ging, wirft erneut ein Schlaglicht auf die Turbulenzen im Machtzentrum Londons. Wormald, als ranghöchster Beamter der britischen Regierung, war Leiter der zentralen Behörde des Cabinet Office und ist damit der höchste Admiralsstab im Containerdampfer der britischen Bürokratie.
Kurz nach den Rücktritten des Stabschefs Morgan McSweeney und des Kommunikationschefs Tim Allan scheint Starmers Kommando gehörig ins Wanken geraten zu sein. Die politische Temperatur stieg besonders durch die lautstarke Rücktrittsforderung des schottischen Labour-Chefs Anas Sarwar. All diese politischen Nachbeben wurden durch die Kontroverse um die Ernennung von Peter Mandelson zum Botschafter in Washington befeuert, dessen Vergangenheit mit dem umstrittenen US-Finanzier Jeffrey Epstein einigen schwer im Magen liegt.
Wormalds Abgang galt in britischen Medien als nahezu vorhersehbar. Der politische Erdbebenherd scheint sich erneut bei Starmer selbst zu positionieren, der ein umfassendes Re-Design seines Arbeitsteams plant, das möglicherweise die Dynamik in der Downing Street nachhaltig ändern könnte. Kritiker, wie die Oppositionschefin Kemi Badenoch, werfen dem Premierminister jedoch vor, seine Personalität als Ablenkungsmanöver zur Sündenbank zu führen. Trotz des Sturms auf hoher See betonte Wormald in seinem Abschied das Privileg, 35 Jahre im Dienste des öffentlichen Sektors gestanden zu haben - eine Karriere, auf die auch Starmer dankend zurückblickt.

