Politischer Mord in Mexiko: Ein weiterer Schlag gegen die Stabilität
In Mexikos Bundesstaat Veracruz erschütterte der Mord an einem nationalen Kongressabgeordneten das Land. Der Vorfall markiert den jüngsten Ausbruch politischer Gewalt in der Region. Die Staatsanwaltschaft von Veracruz bestätigte den Tod von Benito Aguas, einem Mitglied der Regierungskoalition im 500-köpfigen Unterhaus des Kongresses, über soziale Medien.
Neben Aguas wurde auch Agustin Linares am Tatort tot aufgefunden. Während die Ermittlungen zu den vermuteten Morden noch laufen, berichteten lokale Medien, dass Aguas in der bergigen Gemeinde Zongolica zentral in Veracruz mehrfach angeschossen wurde und später seinen Verletzungen erlag.
Ricardo Monreal, der Vorsitzende des Unterhauses, äußerte in sozialen Medien sein Vertrauen darauf, dass die entsprechenden Untersuchungen durchgeführt werden, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Aguas gehörte der Grünen Partei Mexikos an, die Teil der von Präsidentin Claudia Sheinbaum geführten Morena-Koalition ist, welche im Oktober ihr Amt antrat.
Mexiko erlebt derzeit eine Welle der Gewalt, insbesondere durch innerkartelle Kriege im westlichen Bundesstaat Sinaloa, aber auch durch häufig ausbrechende Auseinandersetzungen, bei denen Banden um lukrative Schmuggelrouten und andere kriminelle Geschäfte kämpfen. Politiker stehen dabei oft im Visier, wobei vor den Wahlen im Juni zahlreiche von ihnen getötet wurden.
Der Mord an einem Bürgermeister im südlichen Bundesstaat Guerrero, wenige Tage nach seiner Amtseinführung im Oktober, entfachte Empörung und Zweifel gegenüber der Sicherheitsstrategie von Sheinbaum.

