Politischer Druck auf die Fed: Der schleichende Einfluss auf den US-Dollar
Die Unsicherheiten für den US-Dollar nehmen zu, da der Einfluss von Donald Trumps Druck auf die US-Notenbank Fed zunehmend spürbar wird. Laut einem hochrangigen Vertreter des US-Vermögensverwalters PGIM Fixed Income besteht die Sorge, dass die Fed durch politischen Druck zu einer zu lockeren Geldpolitik gedrängt werden könnte, was erhebliche Risiken birgt.
Trump hat Fed-Chef Jerome Powell wiederholt angegriffen, da er die Zinssätze nicht in Trumps Sinne ausreichend gesenkt hat. Solche politischen Interventionen könnten, so die Befürchtungen von Investoren, die geldpolitischen Entscheidungen beeinflussen. Bereits jetzt ist der Dollar im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen des Währungskorbs um etwa 9,5 % gefallen.
Des Weiteren sorgt Trumps Versuch, die Fed-Governorin Lisa Cook abzusetzen, sowie die Berufung seines Wirtschaftsberaters Stephen Miran in das siebenköpfige Gremium für zusätzliche Besorgnis. Die Möglichkeit, dass die Fed zu locker agiert und die Inflation außer Kontrolle gerät, wächst.
Daleep Singh, Vizepräsident und Chefökonom bei PGIM Fixed Income, äußerte auf einer Dollar-Konferenz der Federal Reserve Bank in New York erhebliche Sorgen über eine mögliche abrupte, dovishe Kehrtwende der Fed im nächsten Jahr. Mit dem Ende von Powells Amtszeit im Mai könnte sich die Zusammensetzung und das Agieren des FOMC deutlich ändern.
Sollte die Fed eine lockere Geldpolitik verfolgen, während andere Zentralbanken ihre Zyklen nicht anpassen und potenzielle Inflationsdrucke bestehen bleiben, wäre das negativ für den Dollar. Singh betonte, dass die Risiken für den Dollar zyklisch betrachtet eher nach unten tendieren.

