Politische Blockade legt US-Regierungsbetrieb lahm
Der amerikanische Regierungsapparat steht still: Aufgrund eines fehlenden Übergangshaushalts sind zahlreiche Bundesbehörden in den USA gezwungen, ihre Tätigkeiten vorübergehend einzustellen. Im Kapitol in Washington treffen erneut Republikaner und Demokraten aufeinander, um eine mögliche Einigung zu erzielen. Der plötzliche Stillstand zeigt bereits erste Auswirkungen im Alltag der Bürger und in kritischen Bereichen wie dem Flugverkehr. Laut Aussagen des republikanischen Vize-Präsidenten JD Vance könnten Reisende mit Verspätungen rechnen, da auch das Militär von ihrem Zahltag abgeschnitten ist, während gleichzeitig der Gesundheitssektor von steigenden Beiträgen bedroht wird.
Ein gegenseitiges Schuldzuweisen gehört mittlerweile zum politischen Alltag: Während Republikaner und Demokraten weiterhin um eine Lösung ringen, fehlen entscheidende demokratische Stimmen, die eine Finanzierungsgesetzgebung blockieren. Die Gesundheitsversorgung bleibt ein zentraler Streitpunkt, da die Demokraten auf Veränderungen drängen, welche die Republikaner so nicht akzeptieren wollen.
In der Zwischenzeit sind die betroffenen Behörden aufgerufen, „geordnete“ Schließungsstrategien zu verfolgen und ihre Mitarbeiter trotz ausbleibender Zahlungen zur Arbeit erscheinen zu lassen. Der Fortbestand wesentlicher staatlicher Dienstleistungen hängt vom Verhandlungserfolg ab. Historisch gesehen erinnern sich viele an die beinahe fünfwöchige Schließung während der ersten Präsidentschaft von Donald Trump, die als längster derartiger Stillstand in die Geschichte einging.

