Pokémon Pokopia begeistert Kritiker: Das erste Must-Have-Spiel für die Nintendo Switch 2 ist da
Kaum jemand wusste vor dem Release so richtig, was ihn bei Pokémon Pokopia erwartet. Ein Lebenssimulator im Pokémon-Universum, entwickelt von Omega Force, das klingt auf dem Papier ungewöhnlich, vielleicht sogar gewagt. Doch die Fachpresse hat gesprochen, und das Urteil fällt eindeutiger aus, als selbst überzeugte Fans zu hoffen wagten.
89 auf Metacritic: Das höchste Pokémon-Rating aller Zeiten
Pokémon Pokopia startet mit einem Metascore von 89, basierend auf 50 Wertungen, direkt an die Spitze der Pokémon-Rangliste auf Metacritic, knapp über Pokémon Y für den Nintendo 3DS. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Spiels, das sein Konzept mit bemerkenswerter Konsequenz umsetzt. Die Kritiker sind sich weitgehend einig: Pokopia ist keine halbherzige Erweiterung der Marke, sondern ein eigenständiges, durchdachtes Erlebnis. VGC nannte es ein hervorragendes Lebenssimulationsspiel, das die stärksten Elemente führender Vertreter des Genres aufgreift und zu etwas Neuem verschmilzt, das sowohl Pokémon-Fans als auch Liebhaber gemütlicher Spiele begeistern wird. Game Informer betonte den Entdeckergeist und die entspannte, bedrohungsfreie Atmosphäre, die das Spiel von anderen Serienablégern deutlich abhebt.
Animal Crossing trifft Dragon Quest Builders, gewürzt mit Pokémon-Charme
Besonders treffend ist die Beschreibung von GameSpot, die das Spiel als Verschmelzung der Designphilosophien von Animal Crossing und Dragon Quest Builders bezeichnet, das durch die Einbettung in die Pokémon-Welt die Schwächen beider Vorbilder ausgleicht. Das trifft den Kern von Pokopia sehr gut. Aufbaumechaniken, Stadtgestaltung, das Sammeln und die unverkennbar liebenswürdigen Persönlichkeiten der Pokémon, all das greift nahtlos ineinander. IGN lobte genau diesen Aspekt und hob hervor, dass das Spiel sowohl kreativ veranlagte Spieler als auch eingefleischte Sammler gleichermaßen anspreche. Das Schreiben wurde ebenfalls gelobt, ebenso wie ein Weltdesign voller versteckter Geheimnisse, das zum Erforschen einlädt.
Leichte Schwächen, aber ein starkes Gesamtbild
Keine Kritiksammlung ohne Wermutstropfen: Einige Rezensenten bemängelten ein spürbares Grinding-Element im späten Spielverlauf sowie etwas mager ausfallende Belohnungen für das Erkunden von Nebengebieten. Das sind valide Kritikpunkte, die allerdings im Gesamtbild kaum ins Gewicht fallen. Die überwältigende Mehrheit der Wertungen hebt die gemütliche Atmosphäre, die eingängige Spielschleife und die gelungene Neuinterpretation klassischer Pokémon-Mechaniken als klare Stärken hervor. Mit einer Hauptgeschichte, die je nach Spielstil zwischen 20 und 40 Stunden in Anspruch nimmt, und einem ergiebigen Endgame bietet Pokopia einen beachtlichen Umfang für eine exklusive Switch-2-Veröffentlichung.
Ein neues Franchise in der Pokémon-Familie?
Pokémon Pokopia ist ab dem 5. März ausschließlich für die Nintendo Switch 2 erhältlich, und der Start dürfte das Team bei Omega Force mit einiger Genugtuung erfüllen. Sollte das Spiel kommerziell ähnlich stark abschneiden wie es kritisch aufgenommen wurde, stellt sich die naheliegende Frage, ob Nintendo dieses Format ähnlich wie Animal Crossing zu einer eigenen, dauerhaften Unterreihe ausbauen wird. Die Grundlagen dafür wären jedenfalls gelegt.


