Plastikabgabe kommt ab 2025: Hersteller sollen EU-Gebühren zahlen
Die von der Bundesregierung geplante Plastikabgabe wird ab dem 1. Januar 2025 eingeführt. Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte in Berlin, dass diese zusätzliche Zeit benötigt werde, um eine effiziente und bürokratiearme Lösung zu erarbeiten.
Laut den Plänen der Ampel-Regierung sollen künftig die Hersteller eine Plastikabgabe an die EU zahlen, die bisher vom Bund übernommen wurde. Damit erhofft man sich Einnahmen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Diese Zusatzkosten könnten möglicherweise auch an die Endverbraucher weitergegeben werden.
Bereits im Dezember hatte die Ampel-Koalition die Einführung der Plastikabgabe sowie die erwarteten Einnahmen angekündigt - jedoch ohne ein konkretes Datum. Nun gibt es Gewissheit: Kanzler Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) haben sich am Donnerstag auf Änderungen an einer ursprünglichen Vereinbarung von Mitte Dezember zum Haushalt 2024 verständigt. Dieser steht noch aus, da aufgrund eines wegweisenden Urteils des Bundesverfassungsgerichts im vergangenen Jahr zahlreiche Anpassungen erforderlich sind.
Die Plastikabgabe soll einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Plastik leisten. Mit dieser Maßnahme sollen die Hersteller dazu angehalten werden, ihre Produktionsmethoden und Materialien verstärkt auf nachhaltige Alternativen umzustellen. (eulerpool-AFX)

