Piko dampft auf Wachstumskurs: Tradition trifft Innovation im Modellbahnsektor
Der traditionsreiche Modellbahnhersteller Piko aus Ostdeutschland zeigt sich trotz der aktuellen Konsumflaute optimistisch und prognostiziert für dieses Jahr eine Absatzsteigerung von zehn Prozent bei seinen Miniaturloks und -waggons. Laut der Geschäftsführung in Sonneberg setzt das Unternehmen für 2026 auf Wachstum, unterstützt durch eine Vielzahl neuer Produkte, die sowohl im Inland als auch international eingeführt werden sollen.
Besonders Kinder sollen durch attraktive Startersets wieder für die Welt der Modelleisenbahn begeistert werden. Die Piko Spielwaren GmbH, ein Traditionsunternehmen, das seit über 75 Jahren besteht, hatte 2025 mit einem negativen Umsatzergebnis von 9,6 Prozent zu kämpfen, bedingt durch Konsumzurückhaltung und erhöhte Produktionskosten. Konkrete Umsatzzahlen werden traditionell nicht veröffentlicht. Pikos Geschäftsführer Rainer Landwehr kommentiert die herausfordernde Marktlage: 'Das Jahr 2025 war für die Branche insgesamt schwierig. Bei wirtschaftlicher Unsicherheit und Arbeitsplatzängsten tritt das Hobby oft in den Hintergrund.'
Für 2026 plant Piko, den deutschen Markt stärker zu fokussieren und die Partnerschaften mit dem Modellbahnfachhandel sowie das Internetgeschäft auszubauen. Rund 450 neue Produkte, darunter Dampflokomotiven der Baureihen 95 und 91.3 sowie der sogenannte 'Gläserne Zug', sollen die Modellbahnlandschaft bereichern. Am Hauptsitz in Sonneberg wurde zudem ein neues Kundencenter eröffnet. Das mittelständische Unternehmen, das rund 600 Mitarbeiter beschäftigt, produziert in Deutschland und China.

