Photovoltaik-Anlage: Wie lange hält eine Solaranlage?
Energie aus Sonnenlicht gewinnen: Wer davon träumt, sein Haus mit erneuerbaren Energien zu versorgen und unabhängiger vom lokalen Stromanbieter zu agieren, setzt in der Regel auf eine hochwertige Photovoltaik-Anlage mit Solarmodulen.
Doch aus welchen Bestandteilen besteht eine PV-Anlage, wie lange hält diese und welche Lebensdauer weisen die einzelnen Komponenten auf?
Woraus besteht eine Solaranlage?
Eine Solaranlage besteht nicht ausschließlich aus Solarmodulen, die auf dem Dach angebracht werden. Stattdessen vervollständigen ein Wechselrichter, die Modulhalter und die Kabel die Anlage. Optional können sich Nutzer zudem dazu entscheiden, einen Stromspeicher zu verwenden.
Alle PV-Anlagen-Bestandteile können verschleißen. Allerdings fällt die Haltbarkeit der Bauteile unterschiedlich aus.
Um herauszufinden, welche Solarmodule sich eignen, greifen Verbraucher im Idealfall auf einen Solarmodule Test im Internet zurück. Auf diese Weise erhalten Interessierte einen ersten Orientierungspunkt, welche Marken mit welchen Vor- und Nachteilen einhergehen.
Lebensdauer der PV-Anlage: Wie lange kann man eine Solaranlage nutzen?
Die gesetzliche Gewährleistung einer PV-Anlage umfasst einen Zeitraum von zwei Jahren. Innerhalb dieser Zeitspanne ist der PV-Anlagen-Anbieter dazu verpflichtet, bestehende Mängel zu beheben.
Einige Hersteller bieten darüber hinaus vertraglich vereinbarte Sonderregelungen an. So kann die Garantie nach den zwei Jahren zum Beispiel fortbestehen, indem der Hersteller eine freiwillige Garantie ausstellt und diese zeitlich begrenzt.
Die Garantie kann sich zum einen auf die Bauteile beziehen. In diesem Fall handelt es sich um die Produktgarantie. In Bezug auf PV-Module gilt diese in der Regel für einen Zeitraum zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Die Garantie für den Wechselrichter fällt dagegen häufig deutlich kürzer aus.
Zum anderen kann der Hersteller eine Leistungsgarantie ausstellen. Dafür definiert dieser eine Mindestleistung, die die Solaranlage innerhalb von 20 bis 30 Jahren erbringen muss.
Üblich ist, dass eine zwanzigjährige Anlage 80 Prozent der ursprünglichen Leistung erbringen muss. Unterschreitet die Anlage diesen Wert, hat der Nutzer Anspruch auf eine Reparatur oder einen Austausch. Schäden durch Umwelteinflüsse sind nicht inbegriffen.
Wie lange halten PV-Module?
Die PV-Module gehen im Vergleich zu dem Wechselrichter und den weiteren Bauteilen mit den höchsten Anschaffungskosten einher. Darüber hinaus bilden diese einen zentralen Bestandteil der gesamten Anlage. Denn eine Erzeugung von Strom ohne PV-Module kann nicht realisiert werden.
Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, dass die Module hochwertig und langlebig ausfallen. Experten schätzen, dass die Module im Durchschnitt circa 0,15 Prozent pro Jahr an Leistung einbüßen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Hersteller-Leistungsgarantie, die einen Zeitraum von 20 oder 30 Jahren umfasst, nicht realistisch erscheint. Denn unbeschädigt können die Module in der Regel auch nach vielen Jahren zuverlässig Strom erzeugen.
Wie lange hält ein Wechselrichter?
Der Wechselrichter wandelt die Gleichspannung in Wechselspannung um. Allerdings führt dieser Umstand zwangsläufig zu einer Abnutzung. Gleichzeitig können Schmutzpartikel dem Wechselrichter schaden.
Als Faustregel gilt: Ein Wechselrichter hält circa 15 Jahre lang. Eine Garantie sprechen die Hersteller häufig für bis zu fünf Jahre aus. Nutzer sollten sich aus diesem Grund darauf einstellen, den Wechselrichter ein- bis zweimal austauschen zu müssen.
Wie lange hält ein Stromspeicher?
Stromspeicher können eine PV-Anlage optional ergänzen. Häufig bestehen diese aus einem Lithium-Ionen-Akku, der bis zu 200 Ladezyklen umfasst. Nach zehn Jahren besteht die Möglichkeit, dass die Kapazität merklich sinkt und der Stromspeicher ausgewechselt werden muss.
Die Lebenserwartung lässt sich dabei durch eine korrekte Platzierung und die Wahl einer hochwertigen Anlage beeinflussen. Temperaturschwankungen sollte der Stromspeicher nicht ausgesetzt werden.
Ein weiterer Tipp: Wer die Stromspeicher-Größe korrekt auswählt, vermeidet, dass die Batterie stetig einen hohen Ladezustand aufweist. In der Folge kann der Stromspeicher länger halten.
Das Fazit – die Haltbarkeit der PV-Anlage beeinflussen
Den Umweltschutz aktiv unterstützen: Eine Photovoltaik-Anlage ermöglicht es Verwendern, Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Mit Hilfe der PV-Module wird das Sonnenlicht eingefangen und von dem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt.
Beide Elemente stellen zentrale Bauteile einer PV-Anlage dar und können verschleißen. Vor einer Vertragsunterzeichnung sollten Nutzer die Herstellergarantie überprüfen.
Des Weiteren kann der richtige Standort darüber entscheiden, wie lange der Wechselrichter Leistung erbringt. Zusätzlich kann ein Stromspeicher verwendet werden. Auch dieser unterliegt der gesetzlichen Gewährung sowie gegebenenfalls der freiwilligen Herstellergarantie.


