Philips setzt strategische Ziele für nachhaltiges Wachstum bis 2028

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips hat ehrgeizige Wachstumspläne verkündet, um nach belastenden Rückrufaktionen wieder auf Erfolgskurs zu gelangen. Ein entscheidender Schritt dabei ist die Bewältigung des milliardenschweren Rückrufs fehlerhafter Beatmungsgeräte, der nun ein für alle Mal ad acta gelegt werden soll.
Bis 2028 peilt das Unternehmen an, den vergleichbaren Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern, unter Ausklammerung von Währungs- und Portfolioeffekten. Dabei soll die bereinigte Ebita-Marge im mittleren Zehn-Prozent-Bereich liegen, was eine deutliche Produktivitätssteigerung und Einsparungen von 1,5 Milliarden Euro erfordert.
Die jüngsten Finanzergebnisse hatten Grund zur Freude, denn Philips beendete das letzte Jahr mit einem soliden Schlussquartal, obwohl der starke Euro das Gesamtwachstum dämpfte. Die Umsätze legten um ein Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro zu, wobei die Erlöse auf vergleichbarer Basis um sieben Prozent stiegen. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Neugeschäft mit einem ähnlichen Wachstumssprung.
Das bereinigte Ebita kletterte von 679 Millionen auf 770 Millionen Euro, wodurch die Marge um 1,6 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent zulegte, trotz belastender Zöllen. Das Jahr schloss für Philips insgesamt mit einem erfreulichen Comeback in die Gewinnzone: 2025 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 897 Millionen Euro, nach einem Verlust von 698 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Herausforderungen des Jahres 2024, geprägt durch Restrukturierungskosten und Rückstellungen im Zusammenhang mit dem US-Rechtsstreit um fehlerhafte Beatmungsgeräte, konnte das Unternehmen hinter sich lassen. Für das aktuelle Geschäftsjahr bleibt Philips ambitioniert: Angestrebt wird ein vergleichbares Umsatzwachstum von drei bis 4,5 Prozent und eine bereinigte Ebita-Marge von 12,5 bis 13,0 Prozent. Analystenschätzungen lagen bislang nur bei einer Marge von 12,4 Prozent, was die positive Grundstimmung des Unternehmens unterstreicht.

