Philips setzt auf Wachstum: Neue Ziele nach erfolgreicher Rückkehr in die Gewinnzone

Die jüngsten Ankündigungen des niederländischen Medizintechnikkonzerns Philips zeugen von neuer Zuversicht. Nachdem das vergangene Jahr mit einem bemerkenswerten Schlussquartal endete, hat das Unternehmen nun ambitionierte Wachstumsziele für die kommenden Jahre festgelegt. Mithilfe innovativer neuer Produkte und eines fortlaufenden Restrukturierungsprogramms will Philips die Nachwirkungen der teuren Rückrufaktion von Beatmungsgeräten endgültig hinter sich lassen.
Roy Jakobs, der Vorstandsvorsitzende von Philips, betont die Bedeutung Nordamerikas als wesentlichen Wachstumstreiber. Mit Blick auf 2028 hat sich Philips zum Ziel gesetzt, den vergleichbaren Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Bereinigt um Faktoren wie Währungseffekte sollen auch die operativen Margen signifikante Fortschritte erzielen. Durch Produktivitätssteigerungen beabsichtigt das Unternehmen, Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zu realisieren.
Das zurückliegende Jahr kennzeichnete nicht nur die Rückkehr in die Gewinnzone, sondern auch die Überwindung früherer Herausforderungen. Trotz einer bremsenden Wirkung höherer Zölle und eines starken Euros konnte Philips das operative Ergebnis (bereinigtes Ebita) um merkliche 1,6 Prozentpunkte auf eine Marge von 15,1 Prozent steigern. Im kommenden Jahr erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 3,0 bis 4,5 Prozent, gekoppelt mit einer angestrebten Marge zwischen 12,5 und 13,0 Prozent.
Die Analysten zeigten sich von den neuen Zahlen beeindruckt. Nach Schätzungen der kanadischen Bank RBC schnitt das vierte Quartal besser ab als erwartet, was sich positiv auf die Aktienkurse auswirkte. Der Wert der Philips-Aktie erreichte zuletzt den höchsten Stand seit Februar 2025 und verzeichnete einen beeindruckenden Anstieg von über sieben Prozent im Vergleich zum Vortag.

