Pflegekräfte im Aufwind: Mehr Verantwortung und weniger Bürokratie
In einem erfrischenden Vorstoß zur Stärkung des Pflegeberufs hat Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU die Weichen für weitreichende Reformen gestellt. Ziel ist es, den Pflegenden mehr Verantwortlichkeiten in der Patientenbetreuung zu übertragen. Warken betont, dass Pflegefachkräfte häufig in der Lage sind, mehr zu leisten, als ihnen bisher gesetzlich gestattet ist. Die vorgesehenen Änderungen sollen ihnen ermöglichen, selbstständig Aufgaben zu übernehmen, die traditionell Ärzten vorbehalten waren, wie etwa die Wundversorgung oder die Betreuung von Patienten mit Diabetes und Demenz.
Ein weiterer Aspekt der geplanten Gesetzesänderung zielt darauf ab, den Pflegenden die Bürde der "vermeidbaren Bürokratie" zu nehmen. Unnötige Dokumentationspflichten sollen reduziert werden, um mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung zu schaffen. Warken unterstreicht, dass jede Minute weniger mit Formularen auch eine Minute mehr für die pflegebedürftigen Menschen bedeutet.
Darüber hinaus steht die Vereinheitlichung der Ausbildung von Pflegefachassistentinnen und -assistenten auf der Agenda. Bisher gibt es in Deutschland ein unübersichtliches Geflecht aus 27 unterschiedlichen Regelungen, das nun durch ein bundeseinheitliches Ausbildungsmodell ersetzt werden soll. Die Pläne werden nun im parlamentarischen Ausschuss weiter beraten.

