Pflegegrad-Debatte: Regierung sucht nach tragfähigen Lösungen
Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat sich kürzlich vage zu Berichten geäußert, die eine mögliche Abschaffung des Pflegegrads 1 ins Gespräch bringen. Im Rahmen der ARD-Sendung 'Maischberger' erklärte Frei, dass eine Arbeitsgruppe an einer umfassenden Pflegereform arbeite und in einigen Wochen ihre Ergebnisse präsentieren werde. Dem Minister zufolge zwingen sowohl die demografische Entwicklung als auch der medizinische Fortschritt zu Änderungen im Pflegesystem. Angesichts der Frage, ob die Abschaffung des Pflegegrads 1 die richtige Antwort sei, blieb Frei zurückhaltend.
Ein solcher Vorschlag sei in einer Zeitung zu lesen gewesen, er kenne jedoch keinen Vertreter aus der Koalition, der diesen konkret unterbreitet habe. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), so Frei, sei definitiv nicht die Urheberin des Vorschlags. Das Gesundheitsministerium bestätigte, dass sich die Arbeitsgruppe von Bund und Ländern intensiv mit der Struktur der Pflegegrade auseinandersetze. Bereits im Oktober sollen erste Zwischenergebnisse verfügbar sein. Der Bericht der 'Bild' am vergangenen Wochenende, in dem von Überlegungen zur Abschaffung des niedrigsten Pflegegrads die Rede war, sorgt weiterhin für Diskussionen innerhalb der politischen Landschaft.

