Pfizer erhöht Gewinnprognose trotz Herausforderungen im US-Markt
Der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer zeigt sich optimistischer für das Jahresergebnis 2025, trotz bestehender Herausforderungen durch den Zollstreit und potenziellen Arzneimittelpreisreduktionen. Dieser Optimismus wird von einer stabilen Nachfrage, effektiven Kostensenkungen und der Abwertung des US-Dollars gegenüber anderen Währungen beflügelt. Dies spiegelte sich in einem Kursanstieg der Aktie um fünf Prozent im frühen US-Handel wider.
Laut einer aktuellen Mitteilung von Unternehmenschef Albert Bourla wird nun für 2025 ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,90 und 3,10 Dollar erwartet – dies bedeutet eine Erhöhung um zehn Cent an beiden Enden der Skala. Der Umsatz soll weiterhin in der Spanne von 61 bis 64 Milliarden Dollar bleiben. Die Prognose berücksichtigt bereits die Auswirkungen der US-Zollentwicklung auf die Handelsbeziehungen mit China, Kanada und Mexiko sowie mögliche Preisänderungen aufgrund eines Schreibens von US-Präsident Donald Trump vom 31. Juli.
Präsident Trump hatte 17 großen Pharmakonzernen in den USA Schreiben übermittelt, in denen er günstigere Arzneimittelpreise forderte und eine Frist bis zum 29. September setzte. Da die USA über keine zentrale staatliche Regulierung der Medikamentenpreise verfügen, liegt die Preisgestaltung weitgehend in den Händen der Unternehmen.
Im zweiten Quartal des Jahres konnte Pfizer seinen Umsatz im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 16,65 Milliarden Dollar steigern. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 30 Prozent auf 0,78 Dollar. Analyst Chris Schott von JPMorgan lobte die Entwicklung als überraschend positiv, wobei insbesondere starke Umsätze bei Corona-Mitteln, dem Blutgerinnungshemmer Eliquis und dem Anti-Entzündungsmedikament Xeljanz hervorgehoben wurden.

