Peter Schiff warnt vor Risiken durch Bitcoin-besicherte Hypotheken

Der bekannte Bitcoin-Kritiker Peter Schiff hat davor gewarnt, dass ein neues Hypothekenprodukt, das durch Krypto-Assets besichert wird, das Risiko von Zahlungsausfällen für Kreditgeber erhöhen könnte.
Diese Warnung kam, nachdem Better und Coinbase einen Plan vorgestellt hatten, der es Kreditnehmern ermöglicht, Bitcoin als Sicherheit für eine Hausanzahlung zu hinterlegen, anstatt es zu verkaufen.
Debatte um Bitcoin-besicherte Hypotheken
Am 26. März gaben Better und Coinbase eine Partnerschaft bekannt, um Hypotheken zu starten, die durch digitale Token besichert und an die Standards von Fannie Mae gebunden sind. Laut einer Pressemitteilung ermöglicht das Produkt den Kreditnehmern, ihre Bitcoin- oder USDC-Bestände als Sicherheit für eine Anzahlung zu nutzen, ohne sie liquidieren zu müssen oder Steuern auszulösen.
Better, das sich als erste KI-native Plattform für Hypotheken und Eigenkapitalfinanzierung beschreibt, zielt mit diesem Angebot auf Millionen von Amerikanern ab, die Krypto besitzen, aber Schwierigkeiten haben, Bargeld für Anzahlungen zu sparen. Das Unternehmen betonte auch, dass Kreditnehmer keinen Margin Calls ausgesetzt sind, wenn der BTC-Kurs fällt, und die Sicherheiten nur liquidiert werden, wenn die Zahlungsverzögerung 60 Tage überschreitet.
Schiff äußerte jedoch Bedenken, dass die Struktur des Produkts das Risiko auf die Kreditgeber verlagern könnte.
„Allowing homebuyers to pledge Bitcoin as a down payment on mortgage is a horrible idea, as it substantially increases the risk for lenders,“ he wrote on X. „If Bitcoin crashes, the down payment vanishes.“
Der Goldbefürworter fügte hinzu, dass Kreditgeber die Sicherheiten nicht verkaufen können, es sei denn, der Kreditnehmer gerät in Zahlungsverzug, und bezeichnete das Modell später als „Betrug, um Menschen davon abzuhalten, ihre Bitcoin zu verkaufen, um Häuser zu kaufen“.
Volatilität und Akzeptanz prägen den weiteren Ausblick
Das Angebot von Better kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die größte Kryptowährung erneut Volatilität zeigt. Bitcoin fiel kürzlich unter die Marke von $70.000 und näherte sich $69.000, beeinflusst durch eine allgemeine Marktschwäche, die auch Ethereum unter $2.100 drückte.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag Bitcoin unter $69.000, was einem Rückgang von etwa 2% in den letzten 24 Stunden und fast 3% über sieben Tage entspricht. Auf dem 30-Tage-Chart zeigt sich jedoch ein Anstieg von fast 6%, obwohl dieser Anstieg nicht ausreichte, um sich dem Allzeithoch von Oktober 2025 zu nähern, da es mehr als 45% unter diesem Niveau bleibt.
Einige Marktbeobachter sehen den aktuellen Rückgang anders. Analysten wie Michaël van de Poppe weisen darauf hin, dass kurzfristige Inhaber kapitulieren, was oft mit längeren Akkumulationsphasen verbunden ist, da schwache Hände den Markt verlassen.
Das Hypothekenprodukt steht nun im Zentrum dieser Trends. Unternehmen wie Coinbase argumentieren, dass digitale Vermögenswerte ohne Liquidation genutzt werden können, was jüngeren Investoren mit Krypto den Zugang zu Wohnraum ermöglicht. Kritiker wie Schiff hingegen warnen, dass die Verbindung von Immobilienfinanzierung mit solch volatilen Vermögenswerten Risiken einführt, die traditionelle Hypothekenstrukturen nicht bewältigen können.

