Permira zieht sich endgültig aus Teamviewer zurück: Ein lukratives Kapitel schließt sich
Der Finanzinvestor Permira schließt nach über einem Jahrzehnt sein Engagement beim Softwareunternehmen Teamviewer mit einem profitablen Abschluss ab. Die Veräußerung des letzten Aktienpakets brachte fast 115 Millionen Euro ein, wie Permira in Luxemburg verkündete. Diese Finanzbeteiligung erwies sich als äußerst lukrativ, mit Einnahmen in Milliardenhöhe.
Die finalen 12,5 Millionen Aktien gingen für 9,20 Euro pro Stück an institutionelle Anleger. Dabei liegt der Preis unter dem letzten Xetra-Schlusskurs von 9,745 Euro am Mittwoch. Das eingesetzte Kapital hat Permira laut Finanzkreisen mehr als verzehnfacht, wodurch dies zu einer der erfolgreichsten Investitionen des Unternehmens zählt. Ursprünglich hatte Permira Teamviewer 2014 für ca. 870 Millionen Euro erworben und 2019 an die Börse gebracht, was ihnen allein beim Börsengang 2,2 Milliarden Euro einbrachte.
Im Laufe der Zeit reduzierte Permira systematisch seine Beteiligung. Der letzte Aktienverkauf entsprach sieben Prozent und markierte das Ende ihres Engagements bei Teamviewer. Damit beträgt der Streubesitz nun 100 Prozent, was Analyst Armin Kremser von der DZ Bank positiv hervorhob.
Frühere Investoren sehen sich hingegen mit einem deutlichen Verlust konfrontiert, da der aktuelle Aktienkurs weit unter dem Emissionspreis liegt. Diesen Donnerstag litt der Kurs zusätzlich unter den Verkaufsaktivitäten und notierte zuletzt bei 9,41 Euro.
Teamviewer erlebte während der Corona-Pandemie einen starken Aufschwung, was den Aktienkurs zeitweise auf fast 55 Euro im Juli 2020 trieb. Doch Marktzweifel und umstrittene Sportsponsor-Verträge führten in den darauffolgenden Jahren zu einem rapiden Einbruch der Aktie. Dennoch zeigt sich das Unternehmen operativ resilient mit Wachstum in Umsatz und operativem Ergebnis, insbesondere nach der Integration von 1E in den USA.
CEO Oliver Steil ist optimistisch, die gesetzten Jahresziele zu erreichen und rechnet mit einer anhaltenden Wachstumsspirale in der zweiten Jahreshälfte. Für 2028 hat sich Teamviewer die Umsatzmilliarde als Ziel gesetzt, was eine ansprechende Perspektive für Investoren bietet.

