Payday: Aces High bringt den kultigen Heist-Shooter als vollwertiges VR-Erlebnis
Die Payday-Reihe hat über 50 Millionen Spieler weltweit in die Rolle maskierter Räuber versetzt – doch bislang blieb das Erlebnis stets auf einem flachen Bildschirm. Das ändert sich nun: Fast Travel Games und Starbreeze Entertainment haben Payday: Aces High angekündigt, einen eigenständigen VR-Koop-Shooter, der das Herzstück der Franchise – den sorgfältig geplanten, dann chaotisch entartenden Heist – direkt in die eigene Sichtlinie verlagert. Vier Spieler, eine Revanche, ein sehr reicher Feind.
Vier Asse, ein Rachefeldzug
Im Mittelpunkt von Payday: Aces High steht eine neue Gruppe: die Aces. Die vier spielbaren Charaktere sind thematisch nach Kartenfarben benannt und tragen klar definierte Rollen in sich. Der Kreuz-Ass übernimmt die Rolle des Geistes – der lautlose Schatten jeder Operation. Der Karo-Ass ist der Techniker, zuständig für alles, was elektronisch knackt oder überlistet werden muss. Der Pik-Ass fungiert als Vollstrecker und bringt rohe Durchsetzungskraft mit. Der Herz-Ass schließlich ist der Stratege, der das Gesamtbild im Blick behält und die Gruppe koordiniert.
Der Rahmen: Geschäftsmagnat Warren Jupiter hat die Aces einst hintergangen und ihnen alles in die Schuhe geschoben. Die Antwort der Crew ist erwartungsgemäß – sie stehlen ihm alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Diese erzählerische Klammer gibt den Missionen eine persönliche Note, die über bloße Auftragsarbeit hinausgeht.
Stealth, Action und VR-Immersion
Payday: Aces High folgt dem klassischen Spielprinzip der Reihe: Schleichen ist möglich, Alarm ausgelöst bekommen ist wahrscheinlich, und ab dem Moment, in dem der erste Schuss fällt, beginnt das glorreiche Chaos. Das Waffenarsenal reicht von Pistolen und Maschinenpistolen bis hin zu Schrotflinten und Sturmgewehren. Ausrüstungsgegenstände wie Enterhaken und Geschütztürme erlauben es, Heists individuell zu planen und situationsabhängig zu improvisieren.
Was den VR-Ansatz dabei besonders interessant macht: Das Spiel wurde laut Entwicklern nicht als Adaption konzipiert, sondern von Grund auf für das Medium gebaut. Fast Travel Games bringt über zehn Jahre VR-Erfahrung mit, und das soll spürbar sein – in der Art, wie man Werkzeug greift, Türen öffnet und sich durch Sicherheitszonen bewegt. Das Erlebnis soll sich nach echtem Payday anfühlen, nur mit zwei eigenen Händen.
Ein VR-Ableger in einem schwierigen Umfeld
Payday: Aces High erscheint noch in diesem Jahr für SteamVR und den Meta Store – zu einem Zeitpunkt, an dem Starbreeze als Muttermarke nicht im ruhigsten Fahrwasser segelt. Payday 3 kämpft weiterhin damit, seinen Platz in der Spielergemeinschaft zu finden, und Entlassungen Anfang des Jahres trübten die Stimmung zusätzlich. Aces High könnte in diesem Kontext eine willkommene Ablenkung und ein neuer Wachstumskanal sein – vorausgesetzt, Fast Travel Games liefert das, was der Trailer verspricht. Die Weichen sind jedenfalls gestellt: ein starkes Konzept, ein bewährtes Franchise und ein VR-Studio mit nachgewiesener Kompetenz.

