Panasonic treibt europäische Wärmepumpen-Offensive an
Der japanische Technologiekonzern Panasonic investiert massiv in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten für Wärmepumpen in Europa und eröffnet ein neues Werk im tschechischen Pilsen. Mit ehrgeizigen Wachstumsplänen tritt das Unternehmen in den Wettbewerb mit etablierten europäischen Markenherstellern. Geplant ist, die Produktion bis 2030 auf 1,4 Millionen Innen- und Außeneinheiten jährlich zu steigern. Der tschechische Premierminister Petr Fiala begrüßte die Investition und hob hervor, dass Tschechien günstige Voraussetzungen für anspruchsvolle technologische Projekte biete.
Deutschland wird als Hauptmarkt des neuen Werks anvisiert, das nur 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt. Für das Werk investierte Panasonic rund 320 Millionen Euro und möchte vor Ort bis zu 700 neue Arbeitsplätze schaffen.
Mit der Entscheidung, in Europa zu produzieren, verfolgt Panasonic das Ziel, Lieferzeiten zu verkürzen, Transportkosten zu senken und die CO2-Emissionen zu verringern. Zudem ermöglicht die lokale Produktion eine bessere Anpassung an Marktveränderungen.
Das Werk in Pilsen wird ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum beherbergen und durch den Einsatz von Automation und Robotik eine hohe Effizienz aufweisen. In Deutschland verzeichnete der Wärmepumpen-Absatz im ersten Halbjahr einen Anstieg von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 139.500 Einheiten, was positive Aussichten für Panasonic schafft. Trotz eines leicht rückläufigen Bedarfs im Vergleich zu 2023 sieht das Unternehmen weiterhin Potenzial im deutschen Markt. Wärmepumpen, die als umweltfreundliche Alternative zu Erdgas und Heizöl gelten, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

