Originale statt Imitate: DPMA warnt vor gefälschter Ware zu Weihnachten
Mit einem eindringlichen Appell wendet sich das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) an Verbraucherinnen und Verbraucher, Vorsicht walten zu lassen und zu Weihnachten auf Originalprodukte zu setzen. Die DPMA-Präsidentin Eva Schewior betonte, dass Produkt- und Markenpiraterie deutschen Unternehmen Milliarden und der Volkswirtschaft zehntausende Arbeitsplätze kostet. Insbesondere in der Weihnachtszeit sei es wichtig, sich nicht zu verleiten zu lassen, gefälschte Waren zu kaufen.
Den Warnungen liegen besorgniserregende Statistiken der Europäischen Organisation für geistiges Eigentum (EUIPO) zugrunde. Laut EUIPO wurden 2024 insgesamt 112 Millionen gefälschte Produkte an den EU-Grenzen und innerhalb der Mitgliedsstaaten sichergestellt. Der geschätzte Marktwert dieser Produkte beläuft sich auf beeindruckende 3,8 Milliarden Euro, ein Rekordwert.
Besonders betroffen sind Raubkopien von CDs und DVDs, einschließlich Software, die mehr als ein Drittel (34,8 Prozent) der beschlagnahmten Waren ausmachen. Dicht gefolgt werden sie von gefälschten Spielwaren (17,9 Prozent) und Kleidung (7,5 Prozent). Die Hauptquelle dieser Produktfälschungen ist nach wie vor China, das mehr als 40 Prozent der europaweit beschlagnahmten Produkte liefert.

