Oracle ernennt neue Co-CEOs – Ein weiterer Schritt in Richtung gemeinschaftliche Führung
Der Softwaregigant Oracle hat mit seiner Ankündigung am Montag, die erfahrenen Unternehmenstalente Clay Magouyrk und Mike Sicilia zu Co-CEOs zu ernennen, eine bemerkenswerte Entscheidung getroffen. Seit über einem Jahrzehnt hatte Safra Catz die Geschicke des Unternehmens als CEO gelenkt, bevor sie nun zur Vizevorsitzenden des Vorstands ernannt wurde. Diese Entscheidung spiegelt einen bemerkenswerten Führungswechsel wider, der den aktuellen Trend zur Doppelspitze in der Welt der Unternehmensgiganten widerspiegelt.
Während es vielerorts üblich ist, die Zügel eines Unternehmens in die Hände eines einzelnen CEO zu legen, gibt es doch einige große Namen an der Wall Street und darüber hinaus, die erfolgreich ein Modell der geteilten Führung umsetzen. Unternehmen wie Netflix, bekannt für seine revolutionären Streaming-Dienste, machte den Schritt zum dualen CEO-Format bereits im Juli 2020. Dort leiten Ted Sarandos und Greg Peters das Unternehmen mit klarer Aufgabenverteilung: Sarandos fokussiert sich auf Inhalte und Marketing, während Peters die Bereiche Technologie und Betrieb verantwortet.
KKR, ein großer Player im Bereich Private Equity, wechselte ebenfalls zu einem Ko-CEO-Modell und vertraut auf die Expertise von Scott Nuttall und Joseph Bae. Die Immobilienfirma Lennar, die führend in den USA ist, wird ebenso von einem CEO-Duo geleitet. Diese Führungsstruktur ermöglicht eine ausgeglichene Verantwortungsverteilung, wie sie auch bei Gensler oder Seres Therapeutics zu beobachten ist. Dort lenken Führungspaare mit speziellen Aufgabenbereichen das Tagesgeschäft.
Der Trend zur geteilten Führung erfreut sich auch in spezialisierteren Sektoren wachsender Beliebtheit. Ob bei SharpLink Gaming oder IREN, der Organisation von Krypto- und Gaming-Unternehmen, bis hin zu Monster Beverage, das im Bereich Energydrinks agiert, teilen Co-CEOs die komplexen Aufgaben eines global agierenden Unternehmens.

