Optimistischer Aufschwung bei Sartorius: Laborsparte im Fokus
Der Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius blickt mit Zuversicht in die Zukunft und erwartet bis 2026 eine deutliche Erholung des Geschäfts. Nach den Herausforderungen der Nach-Corona-Zeit wittert das Unternehmen nun wieder Aufwind in seiner Branche. Insbesondere die Bioprozesssparte hat im letzten Jahr ein starkes Wachstum verzeichnet und Konzernchef Michael Grosse zeigt sich zuversichtlich, dass dies auch für die kleinere Laborsparte bevorsteht.
Während die Sartorius-Aktien im MDax mit erwarteten Gewinnen starteten, mussten auch Schwankungen verzeichnet werden. Dennoch stieg der Aktienkurs zuletzt um beeindruckende 6,6 Prozent an. Eine positive Analystenkonferenz zum Quartalsbericht trug zu diesem Aufschwung bei. Auch Analysten wie James Vane-Tempest von Jefferies weisen auf optimistische Markterwartungen hin, die sogar über den aktuellen Prognosen für 2026 liegen. Diese verhaltene Prognose könnte während des Jahres noch Raum für Anpassungen bieten.
Der Konzern profitiert derzeit von einer zunehmenden Nachfrage nach biopharmazeutisch hergestellten Medikamenten. Auch das Geschäft mit Verbrauchsmaterialien, das nach einem Corona-bedingten Einbruch wiederauflebt, trug zum Erfolg bei. Zwar halten sich Kunden mit größeren Investitionen noch zurück, doch im Bereich Anlagen und Instrumente sieht sich Sartorius für die Zukunft gut positioniert.
Für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit stabilem Wachstum. Für 2026 wird ein währungsbereinigtes Umsatzplus von fünf bis neun Prozent erwartet, wobei die Bioprozesssparte etwas stärker wachsen könnte als die Laborsparte. Ebenfalls berücksichtigt ist der Zukauf des Mikrogewebespezialisten Mattek. Makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten führen jedoch zu einem breiten Prognosekorridor für das kommende Jahr.
Das vergangene Geschäftsjahr konnte Sartorius mit Erfolg abschließen. Trotz Herausforderungen wie dem Abflauen des Booms und hohen Lagerbeständen wurde dank Einsparungen und gesteigerter Effizienz ein Gewinnsprung erreicht. Der Umsatz stieg konstant währungsbereinigt um 7,6 Prozent und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich ebenso. Auch personell expandierte das Unternehmen und verzeichnete über 500 Neueinstellungen.
Ein Rechtsstreit um Patente der slowenischen Tochter BIA Separations bleibt noch ungeklärt, doch Konzernchef Grosse rechnet nicht mit Belastungen. Ein positives bis neutrales Resümee zog Grosse während einer Videokonferenz, und auch für die kommenden Jahre gibt es weiterhin Optimismus.

