Optimistische Stimmung an den US-Börsen trotz geopolitischer Unsicherheiten
Nach einem turbulenten Ende der vergangenen Woche zeigen sich die US-Aktienmärkte zum Start in die neue Woche von einer freundlicheren Seite. Obwohl die Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran die Anleger verunsichern, lassen sich die Märkte von Optimismus leiten. Die geostrategisch bedeutende Straße von Hormus bleibt offen, und die USA verharren mit ihren dort stationierten Truppen im Beobachtermodus.
Die Ölpreise steigen zwar leicht, dennoch sieht der Markt noch keine Anzeichen für eine drastische Verschärfung der Lage, wie der Experte Stephen Innes von SPI Asset Management betont. Sollte der Konflikt jedoch anhalten, sind Preisanstiege über 120 Dollar pro Barrel vorstellbar, insbesondere wenn die maritimen Handelswege beeinträchtigt würden.
Am Morgen vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,6 Prozent höher bei 42.450 Punkten, nachdem der Index am Freitag um 1,8 Prozent gefallen war. Der Nasdaq 100 wird ebenfalls mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 21.812 Zählern erwartet.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung bei den sogenannten Glorreichen Sieben. Die Aktien von Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla verzeichneten Zugewinne. Auch US Steel konnte um 5,0 Prozent zulegen, nachdem Nippon Steel grünes Licht für die Übernahme des Unternehmens erhalten hatte.
Cisco gewann vorbörslich an Wert, nachdem die Deutsche Bank die Aktie heraufgestuft hatte. Andererseits erlitt Sarepta einen dramatischen Einbruch von mehr als 38 Prozent, was auf den Todesfall eines zweiten Patienten nach einer Behandlung mit ihrer Gentherapie zurückzuführen ist. Analysten reagierten mit Abstufungen.

