Optimistische Prognosen für den US-Immobilienmarkt: Fannie Mae erwartet Rückenwind bis 2026
Fannie Mae, der führende Anbieter von Hypothekenfinanzierungen in den USA, sieht rosige Zeiten für den amerikanischen Immobilienmarkt in den kommenden Jahren. In ihrem aktuellen quartalsweise veröffentlichten Bericht prognostizieren die Experten des Unternehmens einen Anstieg der Hypotheken- und Immobilienaktivität bis Ende 2026, begünstigt durch sinkende Kreditkosten.
In ihrer neuesten Einschätzung gehen die Ökonomen von Fannie Mae davon aus, dass die Hypothekenzinsen bis Ende 2026 auf 5,9 % fallen könnten. Dies wäre der niedrigste Stand der Kreditkosten seit 2022, dem Jahr, in dem die Zinssätze infolge der inflationsbekämpfenden Maßnahmen der US-Notenbank sprunghaft gestiegen sind.
Mit den niedrigeren Zinssätzen könnte eine neue Welle von Immobilienverkäufen und Kreditaufnahmen ausgelöst werden. Das wirtschaftliche und strategische Forschungsteam von Fannie Mae erwartet, dass der Immobilienverkauf 2025 4,72 Millionen und 2026 5,16 Millionen erreichen könnte – ein Zuwachs von fast einer halben Million.
Der Verkauf bestehender Immobilien könnte im Jahr 2026 um 9,6 % im Vergleich zum Vorjahr zulegen, während der Verkauf neuer Immobilien einen Anstieg von 6,9 % verzeichnen könnte. Auch die Anzahl der Hypothekenausgaben könnte von 1,85 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 2,32 Billionen US-Dollar im Jahr 2026 steigen, was einem Anstieg des Kreditvolumens um 470 Milliarden US-Dollar entspricht.
Diese Schätzungen deuten auf einen optimistischen Ausblick für den Immobilienkauf hin, insbesondere da der Markt in den vergangenen Jahren aufgrund hoher Zinsen nahezu eingefroren war und sowohl Käufer als auch Verkäufer ausschloss. Aktuell hat sich der durchschnittliche Zinssatz für festverzinsliche 30-Jahres-Hypotheken auf etwa 6,26 % abgekühlt, wie Daten von Freddie Mac zeigen. Dies ist ein Rückgang von seinem Höchststand von rund 7,7 % im Jahr 2023, jedoch immer noch deutlich höher als die pandemiebedingten Tiefststände von etwa 3 %.

