Optimismus an der Wall Street: Solide Jobdaten sorgen für Aufwind
Die Wall Street startet den Dienstag mit positiven Vorzeichen, da der US-Arbeitsmarktbericht für November besser ausfiel als erwartet. US-Futures legten zuletzt zu, beflügelt von erfreulichen Jobdaten. Helaba-Experte Ralf Umlauf kommentierte, dass die Beschäftigungszahlen im November mit einem Zuwachs von 64.000 Stellen die Konsensschätzung übertroffen haben. Allerdings war im Oktober ein Rückgang um 105.000 Arbeitsplätze zu verzeichnen, was die jüngste Zinssenkung der Fed als gerechtfertigt erscheinen lässt. Trotz eines leichten Anstiegs bleibt die Arbeitslosenquote im historischen Vergleich auf niedrigem Niveau.
Durch den verlängerten Shutdown der US-Regierung kam es zur verspäteten Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für Oktober und November. Ungeachtet der unklaren Datenlage hatte die US-Notenbank Fed letzte Woche ihren Leitzins gesenkt und dies mit einer Abkühlung am Arbeitsmarkt begründet, obwohl die Inflation hartnäckig hoch bleibt. Die Bedeutung der aktuellen Arbeitsmarktdaten für die zukünftige Geldpolitik der Fed wird sich allerdings erst im Jahr 2026 voll entfalten, ebenso wie die Inflationszahlen, die für Donnerstag erwartet werden. Helaba-Experte Umlauf ist der Meinung, dass die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed weiterhin Bestand haben werden.
Kurz vor dem Börsenstart deutete der Broker IG für den Dow Jones Industrial auf einen Anstieg um 0,2 Prozent auf 48.497 Punkte hin. Am Vortag hatte der Index mit moderaten Verlusten geschlossen, nachdem er am Freitag noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Für den technologieorientierten Nasdaq 100 wird ein Plus von 0,1 Prozent auf 25.090 Zähler prognostiziert. Sorgen über hohe Bewertungen bei KI-Aktien hatten den Index zuletzt belastet und zu Umschichtungen in Standardwerte geführt.
Einzelne Unternehmen stehen besonders im Fokus. Ford-Aktien legten vorbörslich um mehr als ein Prozent zu, nachdem der Autobauer einen umfassenden Umbau seines Elektroauto-Geschäfts und hohe Abschreibungen angekündigt hatte. Dennoch schätzt Ford die Aussichten für den operativen Gewinn in diesem Jahr optimistischer ein. Bei Pfizer werden leichte Gewinne erwartet, obwohl der Pharmakonzern für das kommende Jahr nur geringes Wachstum prognostiziert und mögliche Umsatzrückgänge aufgrund sinkender Covid-Einnahmen und auslaufender Patente in Betracht zieht.
Analystenempfehlungen bewegten ebenfalls die Kurse. Roku erfuhr durch eine weitere positive Bewertung von Morgan Stanley deutlichen Aufwind mit einem vorbörslichen Anstieg von fast vier Prozent. Auch Accenture-Papiere legten durch eine Kaufempfehlung von Morgan Stanley um 2,5 Prozent zu. Goldman Sachs änderte ihr Urteil zu Cognex von einem Verkaufsvotum auf eine Kaufempfehlung, was die Aktien vorbörslich um fast fünf Prozent nach oben katapultierte.

