OpenAI geht neue Wege: Werbung hält Einzug bei ChatGPT
Das renommierte KI-Start-up OpenAI hat angekündigt, in seinem beliebten KI-Chatbot ChatGPT künftig Werbung zu schalten. Zunächst werden Werbeeinblendungen in den USA getestet, sowohl in der kostenlosen Variante als auch im neuen Tarif ChatGPT Go. Höherpreisige Abonnements wie ChatGPT Plus, Pro, Business und Enterprise bleiben jedoch weiterhin werbefrei, um zahlende Kunden nicht zu beeinträchtigen.
OpenAI verspricht Transparenz und Datenschutz bei der Einführung von Werbung. Die Anzeigen sollen klar gekennzeichnet und strikt von den Inhalten des Chatbots getrennt werden, um die Qualität und Unabhängigkeit der Antworten zu gewährleisten. Nutzer können selbst entscheiden, wie ihre Daten verwendet werden, und haben die Möglichkeit, Personalisierung abzuschalten und Daten jederzeit zu löschen.
Interessant ist der strategische Wandel bei OpenAI, den CEO Sam Altman eingeleitet hat. Einst ein Gegner der Werbefinanzierung, zeigt er sich inzwischen aufgeschlossener und verweist auf Plattformen wie Instagram, bei denen gut gemachte Werbung auch einem Mehrwert für Nutzer darstellen könne.
Die Entscheidung zur Einführung von Werbung ist auch das Resultat der hohen Betriebskosten, die mit dem Betrieb der anspruchsvollen KI-Modelle verbunden sind. OpenAI sieht hierin eine Gelegenheit, um auch den überwiegenden Anteil der Gratis-Nutzer, der derzeit bei über 90 Prozent liegt, zu monetarisieren.
Wer einen werbefreien Zugang bevorzugt, muss mindestens 20 US-Dollar monatlich für das ChatGPT Plus Abonnement ausgeben. Die neu eingeführte Variante ChatGPT Go, die acht Dollar im Monat kostet, ist von der Werbung nicht ausgenommen. Wann die Tests auf andere Märkte wie Deutschland und Europa ausgeweitet werden, bleibt abzuwarten.

