Opec+ erhöht Ölförderung zum Jahresende – Stabilität und saisonale Ruhepause im Blick
Das Ölkartell Opec+, ein bedeutender Akteur im globalen Ölmarkt, plant für das Jahresende eine moderat erhöhte Fördermenge, bevor es im ersten Quartal des kommenden Jahres eine strategische Pause einlegt. Diese Entscheidungen basieren auf einer kürzlich abgehaltenen Online-Sitzung der Allianz, die sich aus acht Mitgliedsstaaten zusammensetzt, darunter Russland und Saudi-Arabien. Das Kartell hatte zuletzt stufenweise die im Jahr 2023 beschlossenen Förderkürzungen zurückgenommen und für Dezember eine zusätzliche Tagesproduktion von 137.000 Barrel angekündigt. Die Grundlage für diese Maßnahme bilden stabil erscheinende Prognosen der Weltwirtschaft sowie niedrige Lagerbestände an Öl.
Im ersten Quartal des nächsten Jahres wird jedoch keine weitere Ausweitung der Produktion stattfinden. Dies entspricht einem saisonal typischen Muster, da der globale Rohöl-Bedarf in den ersten Monaten des Jahres traditionell niedriger ausfällt. Zu den Ländern, die gemeinsam mit Russland und Saudi-Arabien der Opec+ angehören, zählen unter anderem Algerien, der Irak und Kasachstan. Währenddessen hat eine jüngst steigende Preisentwicklung ihren Ursprung in den amerikanischen Sanktionen gegen russische Ölunternehmen, die als Reaktion auf den Ukraine-Krieg verhängt wurden und sowohl Russland als auch wesentliche Abnehmer wie Indien und China betreffen.
Diese Sanktionen, verordnet von der US-amerikanischen Regierung unter der Präsidentschaft von Donald Trump, sollen der russischen Kriegsfinanzierung entgegenwirken. Die Konsequenzen für den Ölpreis sind derzeit noch schwer exakt zu bestimmen. Bekannt ist, dass Opec+ in etwa die Hälfte der weltweiten Ölförderung verantwortet, bei einem Tagesbedarf von rund 100 Millionen Barrel. Der fossile Brennstoff Erdöl bleibt ein zentraler Aspekt in der Diskussion um die globale Klimakrise, da seine Vorräte nur noch für einige Jahrzehnte ausreichend sind.

