Ölpreise verharren – Geopolitik beeinflusst den Markt
Die Ölpreise zeigen sich am Donnerstagmorgen träge und bewegen sich nur minimal. Der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee, mit Auslieferung im September, notiert bei 70,31 US-Dollar pro Barrel (159 Liter), was einen leichten Anstieg um zwölf Cent im Vergleich zum Vortag darstellt. Ein Barrel der US-Version WTI zur Auslieferung im August verzeichnet einen Anstieg um sieben Cent auf 68,45 Dollar.
Die Marktakteure sind bestrebt, die jüngsten Lagerbestandsdaten aus den USA zu analysieren, da die Rohölbestände dort unerwartet und erheblich gestiegen sind. Diese Entwicklung wirft Fragen über Angebot und Nachfrage auf und könnte die künftige Preisgestaltung beeinflussen.
Zudem rückt die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump wieder in den Fokus der Investoren. Trump hat bekanntgegeben, dass ein weiteres Paket von Zollbestimmungen gegen andere Länder ab dem 1. August in Kraft treten soll. In dieser ohnehin angespannten Marktlage könnten solche Maßnahmen zusätzlichen Druck erzeugen.
Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger zunehmend auf Konflikte im Nahen Osten. Die jüngsten Nachrichten, wonach die Huthi-Miliz angeblich ein Handelsschiff versenkt und Menschenleben gefordert hat, führen zu einer erhöhten Unsicherheit und verstärken die geopolitischen Spannungen in der Region.

